Nationalmannschaft | 12.09.2013

Özil-Vater: Rechtliche Schritte gegen Perez

Mesut Özils Vater Mustafa sieht anscheinend Florentino Perez als Urheber einer rufschädigenden Kampagne gegen seinen Sohn und kündigt rechtliche Schritte an.

Köln - Mesut Özils Vater Mustafa sieht anscheinend Florentino Perez als Urheber einer rufschädigenden Kampagne gegen seinen Sohn und kündigt daher rechtliche Schritte gegen den Präsidenten des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid an. "Mesut soll der Sündenbock sein. Und ich der gierige Vater, der nur auf das große Geld gewartet hat. Ein abgekartetes Spiel, ein mieses Geschäft. Wir werden uns juristisch wehren", sagte der Vater und Berater des deutschen Fußball-Nationalspielers vom FC Arsenal der Bild-Zeitung. Er fügte hinzu: "Nur weil ein Mensch viel Geld verdient, ist er nicht automatisch ein Ehrenmann. Und Perez ist kein Ehrenmann." Real wies die Vorwürfe zurück.

Ursache der Aufregung sind fragwürdige Zitate in spanischen Medien. Nach Mesut Özils Transfer von Madrid zu den Gunners nach London wurde er von der Presse als unprofessioneller Frauenheld und Nachtschwärmer verunglimpft. Die Tageszeitung ABC aus Madrid hatte Perez offensichtlich entsprechende rufschädigende Sätze in den Mund gelegt. Ob die Zitate von Vereinsseite lanciert wurden, ist unklar.

Bei der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, hatte das Blatt geschrieben, wolle Perez den heftig kritisierten Verkauf des Fanlieblings Özil für 50 Millionen Euro folgendermaßen erklären: Der 24-Jährige sei "kein guter Profi", er sei "von Frauen besessen", sei mit seinen Geliebten bis tief in die Nacht ausgegangen und habe nur vier Stunden pro Tag geschlafen.

"Wenn Mesut ein so unseriöses Leben geführt haben soll, wie es immer heißt, dann frage ich mich: Warum hat er dann immer gespielt? Mesut soll jetzt schlecht gemacht werden, weil die Fans und einige Mitspieler sauer sind über seinen Verkauf", sagte Mustafa Özil.

Anscheinend will Madrid auf die unfeine Art den umstrittenen Verkauf Özils nachträglich rechtfertigen. Der Verein hat sich trotz des 100-Millionen-Euro-Transfers von Gareth Bale (Tottenham Hotspur) einige Kritik seiner Fans anhören müssen, da Özil der zuverlässigste Vorlagengeber für Superstar Cristiano Ronaldo war.

Am Donnerstagnachmittag reagierte Real Madrid. "Es wird abgestritten, dass der Präsident Florentino Pérez oder ein anderes Mitglied des Fußballklubs etwas mit den veröffentlichten Informationen einer spanischen Tageszeitung über den Spieler Özil zu tun haben", heißt es in einer Erklärung, die die Sport Bild zitierte: "Real Madrid bedauert sehr, dass die Aussagen, die nichts mit dem Fußballklub zu tun haben, Reaktionen bei dem Vater hervorgerufen haben, die nicht der Wahrheit entsprechen und völlig fehl am Platz sind."

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