DFB

Niersbach: Sicherheitskonzept ohne Verzögerung

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wünscht sich am kommenden Mittwoch ein klares Votum für das umstrittene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). SID-IMAGES/AFP/ALEXANDER HASSENSTEIN

Köln - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wünscht sich am kommenden Mittwoch ein klares Votum für das umstrittene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). Für eine weitere Verzögerung sieht der 62-Jährige keinen Grund. "Ich wüsste nicht, was eine Verschiebung bringen sollte. Unsere gemeinsame Position ist völlig klar: Wir sind für den Erhalt von Stehplätzen. Wir sind für eine verstärkte Präventivarbeit in den Fan-Projekten, da sind wir auch bereit, höhere Finanzmittel zur Verfügung zu stellen", sagte Niersbach im Interview mit der Bild am Sonntag.

Ein Stadion, sagte Niersbach, sei "kein rechtsfreier Raum". Die Maßnahmen seien "im Sinne der großen Masse der Fans, für 99,95 Prozent der Zuschauer". Es sei zwar vermessen, zu glauben, dass mit dem Sicherheitskonzept alle Probleme gelöst wären: "Aber wir brauchen klare und stabile Leitplanken, die in allen Stadien halten."

Eine von der Polizei geforderte Beteiligung der Vereine an den Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen lehnt der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ab: "Nehmen wir mal ein Stadion mit 50.000 Zuschauern - der Verein zahlt Steuern, die Fußballer, die Zuschauer. Das sind riesige Geldbeträge, die durch eine einzige Veranstaltung zustande kommen. Und im Gegenzug leistet der Staat das, was er auch bei Volksfesten, Ausstellungen oder Parteitagen macht: Er ist verantwortlich für die Sicherheit."

Auch der designierte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig gibt sich im Interview mit dem Deutschland-Radio überzeugt, dass das Sicherheitskonzept beschlossen wird. Eine Verschiebung wäre "auch das falsche Signal", sagte Rettig, der jedoch Fehler aufseiten der DFL sieht: "Wir haben den Fan in seiner Gesamtheit zu spät mitgenommen."

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