Spanien

Messi muss vor Gericht - Justiz ermittelt

Lionel Messi muss sich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. SID-IMAGES/AFP/ALEJANDRO PAGNI

Barcelona - Lionel Messi muss sich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Der viermalige Weltfußballer und sein Vater Jorge wurden für den 17. September vor die dritte Kammer eines Gerichts in Gavá geladen, um sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Barcelona, die am Donnerstag bekannt gab, offiziell ein Ermittlungsverfahren eingeleitet zu haben.

"Die Richterin hat das Klagegesuch für zulässig befunden, Messi und sein Vater wurden für den 17. September vorgeladen. Sie werden als Verdächtige angesehen", sagte José Miguel Company, Sprecher der Staatsanwaltschaft, der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Gava ist eine Kleinstadt in der Provinz Barcelona, der Fußball-Star hat dort seinen Wohnsitz. Für den 17. bzw. 18. September ist der erste Gruppenspieltag in der Champions League angesetzt, Messi wäre normalerweise mit dem FC Barcelona im Einsatz.

Der Argentinier soll zusammen mit seinem Vater mindestens vier Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Dieser Vorwurf bezieht sich auf die Jahre 2007 (1,06 Millionen Euro), 2008 (1,58) und 2009 (1,53), laut Informationen der spanischen Nachrichtenagentur EFE sollen aber auch die Steuer-Erklärungen für die Jahre 2010 bis 2012 untersucht werden.

Messi hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. "Wir sind immer unseren Steuerverpflichtungen nachgekommen gemäß den Empfehlungen unserer Steuerberater, die auch jetzt für uns diese Angelegenheit klären werden", hatte er bei Facebook mitgeteilt.

Messi wird vorgeworfen, Teile seines Millioneneinkommens über Unternehmen in Steuerparadiesen abgewickelt zu haben. Es geht dabei um Lizenzgebühren für Bildrechte, die Messi an Scheinfirmen abgetreten haben soll, um die Erlöse am spanischen Finanzamt vorbeizuschleusen. Die Werbeeinnahmen sollen mindestens 19 Millionen Euro per annum betragen haben.

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