Spanien | 27.09.2013

Messi erscheint vor Gericht

Mehrere Dutzend Fans empfingen Lionel Messi am Freitag mit euphorischen Sprechchören, als dieser zur Vernehmung wegen seiner Steueraffäre vor dem Gerichtsgebäude in Gavà erschien.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JOSEP LAGO

Gavà - Zuversichtlich und erleichtert verließ der viermalige Weltfußballer Lionel Messi im Freitagmittag das Gerichtsgebäude seines Wohnortes Gavà nahe Barcelona. In der Anhörung wegen seiner Steueraffäre hatte der 26 Jahre alte Star des FC Barcelona versucht, das Gericht von seiner Unschuld zu überzeugen. Messi verließ anschließend kommentarlos das Gebäude, eine Einschätzung formulierte sein Anwalt Cristobal Martell.

"Die Anhörung hat ergeben, dass keine betrügerische Absicht vorlag. Zudem habe die Familie Messi von Beginn an versucht, die Angelegenheit wieder aus der Welt zu schaffen ohne die Konfrontation mit dem Staat zu suchen", sagte Martell und stellte seine Sicht der Ding dar. Seit dem Beginn des Verfahrens habe der Ausnahme-Fußballer mit seinem Vater Jorge Horacio Messi Transparenz und Kooperation in der Zusammenarbeit mit den Behörden gezeigt.

Messi war vor dem Gericht in Gavà nahe Barcelona zusammen mit seinem Vater vorgeladen. Die Justiz ermittelt gegen den Ausnahme-Fußballer und dessen Vater wegen des Verdachts des Steuerbetrugs. Den Argentiniern wird zur Last gelegt, in den Jahren 2007 bis 2009 dem Finanzamt Steuern in Höhe von 4,17 Millionen Euro nicht gezahlt zu haben. Der Ausnahmespieler hat sich mit den spanischen Behörden bereits auf eine Rückzahlung von fünf Millionen Euro geeinigt, um ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung abzuwenden.

Den ursprünglichen Vernehmungstermin am 17. September, einen Tag vor dem Champions-League-Auftakt des FC Barcelona gegen Ajax Amsterdam (4:0), hatten Messis Anwälte erfolgreich verschieben können. Messis Vater hatte zuletzt in öffentlichen Erklärungen die Verantwortung für die nicht erfolgten Steuerzahlungen seines Sohnes übernommen, da sich dieser nicht um die Steuererklärungen gekümmert habe.

Mehrere Dutzend Fans hatten Messi mit euphorischen Sprechchören empfangen, als dieser zur Vernehmung vor dem Gerichtsgebäude erschienen war. Der Argentinier, gekleidet im dunkeln Anzug mit weißem Hemd, hatte wortlos und gut gelaunt in die Menge gewinkt, bevor er sich den Fragen der Ermittler stellte.

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