UEFA | 16.10.2013

Medien: UEFA denkt an eine Nations League

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat offenbar eine revolutionäre Idee entwickelt, um die künftigen Qualifikationsspiele neu zu gestalten und höhere Einnahmen zu generieren.
Text: SID Bild: SID-IMAGES//

Hamburg - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat offenbar eine revolutionäre Idee entwickelt, um die künftigen Qualifikationsspiele neu zu gestalten und höhere Einnahmen zu generieren. Nach Informationen der Sport Bild sei auf der Exekutivtagung der UEFA im September in Dubrovnik erstmals über die Einführung einer Nations League ab 2018 mit allen 54 Nationalteams der UEFA-Mitgliedsverbände diskutiert worden. Dafür sollen die Test-Länderspiele abgeschafft werden.

Es sollen acht oder neun Gruppen nach unterschiedlicher Spielstärke mit Auf- und Abstieg eingeführt werden. "Es wird in der UEFA darüber diskutiert, die Phase der Qualifikation zwischen zwei Endrunden anders zu gestalten. Dazu gibt es verschiedene Modelle, beschlossen ist aber noch nichts", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Das Gedankenmodell ist im Zusammenhang mit der ab 2014 gültigen zentralen Vermarktung der Pflicht-Länderspiele durch die UEFA zu sehen. Nur Test-Länderspiele können die Verbände, auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB), noch selbst an die TV-Sender verkaufen. Deshalb würde eine ebenfalls zentral vermarktete Nations League die dritte große Einnahmequelle neben der Champions League und den Qualifikationsspielen bedeuten.

Um den europäischen Top-Teams auch weitere Duell gegen Rekordweltmeister Brasilien und dem zweimaligen WM-Champion Argentinien zu ermöglichen, wird innerhalb der UEFA bereits über die Vergabe von Wildcards für Top-Mannschaften aus Südamerika und Asien für die EURO-Turniere ab 2020 spekuliert.

Deutschland würde in der Nations-League-Top-Gruppe mit Teams wie Spanien, Frankreich, Niederlande, England, Italien oder Portugal spielen. Dem Sieger winkt der Titel "Nations League Champion". Angeblich sollen pro Spiel zehn Millionen Euro zu erlösen sein.

Auf keinen Fall soll der Spielkalender weiter aufgebläht werden. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, gleichzeitig Vorsitzender der europäischen Klubvereinigung ECA, spricht sogar von einer Entlastung: "Eine Veranstaltung wie den Confed Cup sehen wir alle hochgradig kritisch, die Spieler haben keine Sommerpause mehr, weil jedes Jahr irgendein Turnier stattfindet."

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