FIFA

Medien: 18 Millionen für Havelange und Texeira

Köln - Kurz vor Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zum ISL-Skandal durch den Fußball-Weltverband FIFA hat Spiegel Online erstmals die komplette Bestechungsliste veröffentlicht.

SID-IMAGES/AFP/GABRIEL BOUYS

Köln - Kurz vor Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zum ISL-Skandal durch den Fußball-Weltverband FIFA hat Spiegel Online erstmals die komplette Bestechungsliste veröffentlicht. Aus dieser geht hervor, dass der langjährige FIFA-Präsident João Havelange (Brasilien) und sein ehemaliger Schwiegersohn Ricardo Terra Texeira insgesamt mindestens 21,9 Millionen Schweizer Franken (17,8 Millionen Euro) über eine gemeinsame Firma, eine Stiftung oder direkt von der ISL erhalten haben.

Es geht um insgesamt 216 Transaktionen an weltweite Stiftungen und Tarnfirmen, von denen die meisten selbst nach jahrelangen Ermittlungen der Schweizer Staatsanwaltschaft noch immer keinem Klarnamen zugeordnet werden können.

Klar ist dagegen, dass der erst kürzlich aus der FIFA-Exekutive zurückgetretene ehemalige CONMEBOL-Präsident Nicolás Leoz (Paraguay) mit 1.075.625 Schweizer Franken (875.000 Euro) in den Akten steht. Der Verbleib von 110 Millionen Scheizer Franken (99,5 Millionen Euro) ist weiter unklar. Insgesamt sind knapp 142 Millionen Schweizer Franken (115,5 Millionen Euro) für den Zeitraum 1989 bis 2001 gerichtsfest bestätigt.

Die Veröffentlichung des Untersuchungsberichtes hatte sich vor knapp zwei Wochen verzögert. Ursprünglich hatte der Münchner Hans-Joachim Eckardt von der verbandsinternen Ethikkommission die Ergebnisse bis zum 15. April an das Exekutivkomitee der FIFA übermitteln wollen, erbat sich jedoch "ein paar weitere Tage, um den Bericht zu vervollständigen."

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