Italien

Mauri der Geldwäsche in der Schweiz verdächtigt

Stefano Mauri gerät zunehmend unter Druck: Der 32-Jährige, der wegen seiner Verwicklung in den Wett-und Manipulationsskandal verhaftet worden war, wird der Geldwäsche verdächtigt. SID-IMAGES/AFP/GABRIEL BOUYS

Rom - - Miroslav Kloses Teamkollege Stefano Mauri gerät zunehmend durch die Justiz unter Druck: Der 32-Jährige vom italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom, der am 28. Mai wegen seiner Verwicklung in den Wett-und Manipulationsskandal verhaftet worden war, wird jetzt der Geldwäsche in der Schweiz verdächtigt.

Die Justizbehörden in Bern ermitteln gegen Mauri, der angeblich Gewinne aus illegalen Wetten auf einem Schweizer Bankkonto deponiert hat, berichtete die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Mittwoch. In diesem Zusammenhang soll der seit 2006 bei Lazio unter Vertrag stehende Mauri am kommenden Freitag von den Staatsanwälten der norditalienischen Stadt Cremona vernommen werden.

Sie führen seit Monaten Ermittlungen im Rahmen des Wett-und Manipulationsskandals, die bereits zu Festnahmen zahlreicher Spieler geführt haben. So wurde unter anderem Cristiano Doni, Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo, verhaftet.

Der nun auch von den Berner Behörden verdächtigte Mauri soll das Schweizer Bankkonto unter dem Namen seiner Eltern eröffnet haben. Eine Banküberweisung von 100.000 hat bei den Ermittlern Verdacht geweckt. Mauri wird verdächtigt, in der Saison 20102011 die Spiele Lazio-Genua (4:2) und Lecce-Lazio (2:4) manipuliert zu haben. Die Staatsanwälte von Cremona wollen auch den Torwart Marco Paoloni befragen, der in der ersten Phase der Ermittlungen am 1. Juni 2011 wegen Verwicklung in den Wettskandal verhaftet worden war.

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