Bundesliga | 27.06.2012

Mandzukic-Berater bestätigt Wechsel nach München

Der feurige Mario Mandzukic statt der "Bombe" Edin Dzeko: Bayern München hat sich wohl gegen den bosnischen Torjäger und für den kroatischen EM-Star entschieden.

München - Der feurige Mario Mandzukic statt der "Bombe" Edin Dzeko: Bayern München hat sich wohl gegen den bosnischen Torjäger und für den kroatischen EM-Star entschieden. Der Wechsel von Mandzukic vom Bundesligisten VfL Wolfsburg zum deutschen Rekordmeister ist offenbar beschlossene Sache. Wie verschiedene Medien berichten, sollte der Transfer bereits am Mittwoch offiziell verkündet werden.

Der Berater von Mandzukic, Ivan Cvjetkovic, bestätigte AFP: "Ich bin durch Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München, d.Red.) kontaktiert worden. Er hat bestätigt, dass eine Übereinkunft zwischen den Bayern und Wolfsburg erzielt wurde."

Die beiden Klubs haben sich wohl auf eine Ablösesumme von rund 13 Millionen Euro geeinigt, der 26 Jahre alte Mandzukic soll einen Vertrag bis 2016 erhalten. Ein Jahresgehalt von 3,5 Millionen Euro wurde kolportiert. Einem Mitspieler, schrieb die Bild-Zeitung, habe Mandzukic, der noch bis Anfang Juli in seiner Heimat Urlaub macht, schon vor den Verhandlungen der Vereine per SMS mitgeteilt: "Ich bin klar mit Bayern." Dem kicker sagte er während der EM: "Meine Entscheidung habe ich bereits getroffen."

Mandzukic, der in Polen und der Ukraine drei Tore für die Kroaten erzielt hatte, wäre nach dem Peruaner Claudio Pizarro (von Werder Bremen) der zweite namhafte Zugang für den Bayern-Sturm. Aber nicht die von Präsident Uli Hoeneß angekündigte "Bombe" für den Angriff.

Diese sollte wohl eigentlich Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko vom englischen Meister Manchester City sein. Doch der Wechsel scheiterte dem Vernehmen nach an der zu hohen Ablöseforderung Manchesters. Als erster Anwärter auf den Stammplatz im Angriff gilt jedoch trotz des möglichen Transfers von Mandzukic Nationalspieler Mario Gomez.

Zuletzt hatten auch Aussagen von Wolfsburgs Coach Felix Magath erkennen lassen, dass in den Wechselspekulationen um Mandzukic durchaus Substanz steckte. Der 58-Jährige sagte Sport1 dieser Tage: "Ich habe zuletzt viele Anrufe erhalten. Und ich habe zuletzt auch Anrufe erhalten, wo ich die Stimme sofort erkannt habe ..."

Schon zuvor hatten Mandzukics ansprechenden Auftritte bei der EM weithin Aufmerksamkeit erregt. Der FC Barcelona, der AC Florenz, Premier-League-Klub Tottenham Hotspur und Lokomotive Moskau sollen interessiert gewesen sein. Auch Italiens Meister Juventus Turin buhlte um den Stürmer. "Ich kann mir gut vorstellen, dass Vereine aus der Champions League allmählich Interesse an ihm zeigen, weil er bei der EM in der Tat Top-Leistungen zeigt", hatte Magath dem SID gesagt.

Der Trainer-Manager der Niedersachsen sieht Mandzukic am effektivsten im Sturmzentrum. Dort sei er "so richtig aufgeblüht. Da ist er erst zu ganz großer Form aufgelaufen!" 12 Tore erzielte "Super-Mario" für Wolfsburg in der vergangenen Saison, zehn weitere legte er auf. Dennoch gab es keine vernünftige Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Eine negative Körpersprache und kolportierte Wechselgelüste während der vergangenen Saison soll Magath schwer verstimmt haben, obwohl er auch klarmachte, dass er Mandzukic nicht zwingend abgeben möchte.

Die Ankunft des Torjägers der "Feurigen", wie die kroatische Elf auch genannt wird, eröffnet Bayerns Ersatzstürmer Nils Petersen zugleich die Chance zu einer Ausleihe. Der 23-Jährige, der mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden ist und sich nun erneut hintanstellen müsste, soll vor einem Engagement bei Werder Bremen stehen.

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