Spanien | 17.05.2013

Malagas Europacup-Sperre auf ein Jahr reduziert

Der Europacup-Ausschluss des spanischen Fußball-Erstligisten FC Malaga wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten bleibt auf eine Saison begrenzt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Pixathlon/

Nyon - Der Europacup-Ausschluss des spanischen Fußball-Erstligisten FC Malaga wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten bleibt auf eine Saison begrenzt. Diesen Beschluss der UEFA teilte der Champions-League-Viertelfinalist am Freitag mit. Demnach verzichtete die zuständige Finanzkontroll-Kommission auf die angedrohte Ausdehnung der vor Weihnachten verhängten Sperre auf eine zweite Spielzeit, da Malaga zum 31. März den Nachweis über die Begleichung fälliger Außenstände gegenüber Spielern, Angestellten und Steuerbehörden erbracht hat. Die Entscheidung über Malagas grundsätzliche Klage gegen die Sperre beim internationalen Sportgerichtshof CAS wird für den 4. Juni erwartet.

Malaga hatte durch den Rückzug seines katarischen Besitzers Abdullah Bin Nasser Al Thani finanziell große Probleme bekommen. Die Andalusier, die in der laufenden Saison der europäischen Königsklasse als Neuling in der Runde der besten Acht an Borussia Dortmund scheiterten, waren nicht mehr zur Zahlung der Millionen-Gehälter für die Spieler sowie des Schuldendienstes bei anderen Vereinen und dem spanischen Fiskus in der Lage.

Der Europacup-Ausschluss für Malaga, das in der Primera Division momentan einen Europa-League-Platz belegt, ist für die europäischen Spitzenvereine eine unmissverständiche Warnung gewesen. Das Financial Fair Play verpflichtet die Klubs unter Berücksichtigung von Übergangsfristen zur Einhaltung von Haushaltsgrenzen und ist ein Lieblingsprojekt des UEFA-Präsidenten Michel Platini (Frankreich). Sollte Malaga die Teilnahme für einen Europacup-Wettbewerb verpassen, hätte die Sperre auch noch für die drei anschließenden Spielzeiten Gültigkeit.

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