Bundesliga | 26.04.2013

Mainz-Manager Heidel kritisiert Bayern München

Manager Christian Heidel vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 hat harsche Kritik an der Informationspolitik des deutschen Rekordmeisters Bayern München bei Transfers geübt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Pixathlon/

Frankfurt - Manager Christian Heidel vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 hat harsche Kritik an der Informationspolitik des deutschen Rekordmeisters Bayern München bei Transfers geübt. "Wie sich die Bayern derzeit verhalten, ist nicht würdig für einen deutschen Meister", wird Heidel als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion der Frankfurter Rundschau von kicker.de zitiert.

Auslöser für diese Reaktion war der überraschende Wechsel des Nationalspielers Mario Götze von Borussia Dortmund zu den Münchnern zur kommenden Saison. Der Transfer war am Dienstag durchgesickert und hatte beim BVB vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch gegen Real Madrid (4:1) für einigen Wirbel gesorgt.

Heidel ist zudem immer noch wegen des Verhaltens der Münchner im Zuge der Verpflichtung des Mainzer Verteidigers Jan Kirchhoff verstimmt. "Irgendwann haben wir erfahren, dass bei den Bayern ein Medizincheck stattfindet. Auf einen kurzen Anruf, dass unser Spieler unter Vertrag genommen wurde, warten wir nach wie vor", sagte Heidel. Kirchhoff (22) wechselt zur kommenden Saison ablösefrei von Mainz nach München.

Am Freitag relativierte Heidel seine Aussagen ein wenig. "Der Transfer von Kirchhoff lief völlig korrekt ab. Es geht mir nur um den Stil", sagte der Funktionär, der vorerst keine Alleinherrschaft der Bayern ("schottische Verhältnisse") befürchtet: "Die Wahrscheinlichkeit, dass Bayern in der kommenden Saison wieder Meister wird, ist gestiegen. Und auf Dauer wird die Liga langweilig, wenn Bayern immer gewinnt. Aber es ist nicht in Stein gemeißelt, dass sie in den nächsten zehn Jahren immer Meister werden."

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