Spanien | 03.04.2013

Madrid droht drastische Bestrafung durch EU

Nach einem Bericht der britischen Zeitung Independent droht Spaniens Rekordmeister Real Madrid wegen verbotener staatlicher Hilfe eine Bestrafung der EU-Wettbewerbskommission.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/DANI POZO

Madrid - Dem spanischen Rekordmeister Real Madrid droht wegen verbotener staatlicher Hilfe eine drastische Bestrafung der Europäischen Union. Einen entsprechenden Bericht der britischen Zeitung Independent bestätigte die zuständige EU-Wettbewerbskommission.

Real steht unter Verdacht, bei einem Immobilienkauf 1996 einen Preis deutlich unter dem eigentlichen Wert gezahlt zu haben. Für das staatliche Grundstück in der Nähe des Bernabeu-Stadions hatte Madrid vor 17 Jahren umgerechnet 421.000 Euro investiert, der aktuelle Wert liegt bei 22,7 Millionen Euro. Die Statuten der Europäischen Fußball-Union (UEFA) untersagen jegliche Form von staatlicher Hilfe für Klubs. Die Verantwortlichen von Real bestreiten jede Art von Bevorzugung.

Anfang März waren bereits fünf niederländische Städte und die dort ansässigen Fußball-Profiklubs wegen ihrer Geschäfte mit den Stadien vor Ort ins Visier der Wettbewerbskommission geraten. Die Klubs hatten wegen finanzieller Engpässe ihre Stadien an die jeweiligen Gemeinden verkauft und zurückgeleast.

Die EU-Wettbewerbskommission ist zuständig für kommerziellen Wettbewerb, Unternehmensfusionen und Anti-Kartell-Gesetzgebung. In der Vergangenheit verhängte die Kommission wegen verschiedener Vergehen bereits drastische Strafen gegen weltweit operierende Unternehmen, beispielsweise ein Bußgeld von 1,7 Milliarden Euro gegen Microsoft.

Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden