England | 22.04.2013

Luis Suárez entschuldigt sich für Beiß-Attacke

Erst bissig, dann reumütig: Luis Suárez vom englischen Erstligisten FC Liverpool hat sich für seine Beiß-Attacke auf Chelsea-Verteidiger Branislav Ivanovic am Sonntag entschuldigt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/ANDREW YATES

Liverpool - Erst bissig, dann reumütig: Fußball-Profi Luis Suárez vom englischen Erstligisten FC Liverpool hat sich für seine Beiß-Attacke auf Chelsea-Verteidiger Branislav Ivanovic am Sonntag entschuldigt. "Ich bin traurig über das, was passiert ist. Ich bitte Ivanovic und den gesamten Fußball für mein unverzeihliches Verhalten um Vergebung. Es tut mir so leid", schrieb Hitzkopf Suarez auf seinem Twitter-Profil.

Im Sonntagsspiel gegen den FC Chelsea (2:2) erlaubte sich der 26-Jährige einen schweren Aussetzer, als er in der 65. Minute nach einem Zweikampf seinen Gegenspieler Ivanovic in den rechten Unterarm biss. "Dieses Verhalten ist eines Spielers, der das Trikot des FC Liverpool trägt, nicht würdig. Wir werden das Thema intern behandeln und warten auf eine Reaktion der FA", sagte Sportdirektor Ian Ayre.

Vom Verein wurde Suárez am Montag mit einer Geldstrafe in unbekannter Höhe belegt, der Angreifer will die Summe an die Hinterbliebenen der Opfer der Hillsborough-Katastrophe von 1989 spenden. "Ich habe den Klub darum gebeten", sagte Suárez, dem vom englischen Verband zudem eine Sperre droht, die über das gängige Maß von drei Spielen für eine Tätlichkeit hinausgeht. Das teilte die FA am Montag mit. Der Chef der Spielervereinigung PFA, Gordon Taylor, sagte: "Wir müssen jetzt stark an der Aggressionsbewältigung arbeiten. Wir haben trainierte Leute, deren Dienste wir Liverpool und dem Spieler zur Verfügung stellen werden."

Suárez hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder für Ärger gesorgt. Ende 2011 wurde der Nationalspieler Uruguays wegen rassistischer Beleidigungen gegen Patrick Evra von Manchester United für acht Spiele gesperrt. Im Februar 2012 versagte Suárez dem dunkelhäutigen Evra vor dem Anpfiff den obligatorischen Händedruck, United-Teammanager Sir Alex Ferguson sprach später von einer "Schande für den FC Liverpool". Bei der WM 2010 in Südafrika verhinderte der Stürmer durch ein Handspiel auf der Torlinie in der 120. Minute das Viertelfinal-Aus seines Landes im Spiel gegen Ghana.

Im Spiel gegen den FC Chelsea am Sonntag verschuldete er durch ein Handspiel einen Elfmeter der Gäste. Mit einem Last-Minute-Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit machte Suárez seinen Fehler jedoch wieder wett.

Sein Beiß-Angriff hat Suárez neben reichlich Kritik aber auch einen neuen Fan eingebracht. Ausgerechnet Boxer Mike Tyson, der 1997 Evander Holyfield im Kampf einen Teil von dessen Ohr abgebissen hatte, folgt dem Fußballer seit dem Vorfall am Sonntag bei Twitter.

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