Bundesliga

Löw:"Bei uns hat sich Tim löblich verhalten"

Bundestrainer Joachim Löw hat sich über den Rauswurf des früheren Nationaltorwarts Tim Wiese bei Bundesligist 1899 Hoffenheim doch etwas verwundert gezeigt. SID-IMAGES/AFP/ALEXANDER KLEIN

Frankfurt/Main - Bundestrainer Joachim Löw hat sich über den Rauswurf des früheren Nationaltorwarts Tim Wiese bei Bundesligist 1899 Hoffenheim doch etwas verwundert gezeigt. "Tim hat sich bei uns immer professionell, wahnsinnig gut verhalten. Es gab keine Klage - eher das Gegenteil, er hat sich immer löblich verhalten", sagte Löw am Donnerstag am Rande der Kader-Nominierung für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main.

Insgesamt sei es bisher in Hoffenheim "schlecht gelaufen, die ganze Saison war irgendwie verkorkst. Aber das war nicht unbedingt die Schuld von Tim Wiese", meinte Löw. Der ohnehin degradierte Wiese war in der vergangenen Woche aus dem Kader der Kraichgauer geworfen worden. Wiese muss außerhalb der Trainingszeiten der Mannschaft trainieren.

Die Maßnahme des Vereins war die Reaktion auf die Eskapaden des 31-Jährigen. Nachdem der Keeper bei einer Karnevals-Veranstaltung auffällig geworden war, soll dies zuletzt auch beim Spiel des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer Arena gegen den TV Großwallstadt erneut der Fall gewesen sein.

"Irgendwann ist es zuviel. Ich habe an Tim appelliert, sich professionell in der Öffentlichkeit zu verhalten. Das ist auch Bestandteil der Verträge der Spieler", hatte Manager Andreas Müller daraufhin erklärt.

Auch Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Werder-Trainer Thomas Schaaf, jahrelang Vorgesetzte von Wiese in Bremen, hatten wie Löw die Berufsauffassung des Torhüters ausdrücklich gelobt: "Tim hat in seiner Karriere nicht immer alles richtig gemacht. Aber ich habe viele Jahre mit ihm zusammengearbeitet, in denen er ein sehr guter Profi war. Er hat nicht verdient, wie ihm gerade mitgespielt wird", sagte Allofs. Schaaf ergänzte: "Seine Situation tut mir leid, wir haben sehr gerne mit ihm gearbeitet."

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