WM

Löw: Lahm keine Dauerlösung auf der Sechs

Für Kapitän Philipp Lahm wird die Versetzung auf die Sechs in der deutschen Nationalmannschaft trotz der schweren Verletzung von Sami Khedira (Real Madrid) nicht zur Dauerlösung. SID-IMAGES/AFP/OLIVIER MORIN

London - Für Kapitän Philipp Lahm (Bayern München) wird die Versetzung auf die Sechs in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft trotz der schweren Verletzung von Sami Khedira (Real Madrid) nicht zur Dauerlösung. "Es ist nach wie vor mein Plan, dass Philipp rechts spielt", sagte Löw in der ARD-Sportschau vor dem Klassiker am Dienstag (21.00 Uhr/ARD) in London gegen England. Im Mittelfeld habe er "genug Klassespieler", hatte der 53-Jährige bereits nach dem 1:1 (1:1) in Italien erklärt.

Neben Khedira, der sich in Mailand einen Kreuz- und Innenbandriss im Knie zugezogen hat und sogar um seine WM-Teilnahme in Brasilien fürchten muss, fehlen Löw derzeit auch die verletzten Bastian Schweinsteiger (Bayern München) und Ilkay Gündogan (Borussia Dortmund) für die Besetzung im defensiven Mittelfeld.

Er glaube, dass Schweinsteigers Knöchel-OP "super" verlaufen sei und "er rechtzeitig zurückkommt. Und ich bin mir auch sicher, dass Ilkay zurückkommt", führte Löw aus. Mit ihnen könne man "in der Rückrunde wieder planen". Mit Blickrichtung Brasilien nannte er als weitere Alternativen für die Sechser-Position Lars (Bayer Leverkusen) und Sven Bender (Borussia Dortmund) sowie den Münchner Toni Kroos. Zudem habe man "Mesut Özil, wir haben auch Mario Götze, der im Mittelfeld spielen kann. Wir haben da schon Möglichkeiten".

Lahm (30), der in San Siro sein 104. Länderspiel absolviert hatte, reiste am Samstag von Mailand nach München zurück und steht deshalb beim Jubiläumsspiel in Wembley nicht zur Verfügung. In Mailand sprach für den Kapitän "nichts dagegen", dass er auf der Sechs gespielt habe: "Wir hatten viele Ausfälle und ich spiele schon seit ein paar Wochen bei den Bayern auf dieser Position." Das sei auf Italien "zugeschnitten" gewesen, meinte auch Thomas Müller, der Lahm lieber als Außenverteidiger sieht: "Philipp Lahm hat man immer gerne hinter sich."

Vor der WM-Endrunde möchte Lahm auf jeden Fall Klarheit. "Ich gehe davon aus, dass ich vor dem Turnier weiß, wo ich spiele", hatte der 30-Jährige schon im Vorfeld des Italien-Spiels betont: "Ich habe bei der EM 2008 anderthalb Spiele als Rechtsverteidiger gespielt und den Rest des Turniers auf links. Das geht. Aber es ist am besten und schönsten, wenn man auf einer Position spielt." Bei der WM sollte es "keine Überraschungen oder spontane Positionswechsel geben".

Bei den Bayern wechselt Lahm in dieser Saison unter Trainer Pep Guardiola oft zwischen Sechs und Verteidigerposition. Guardiola sieht darin kein Problem. Für ihn ist Lahm "der intelligenteste Spieler", mit dem er je gearbeitet habe. Der könne auch ohne Probleme im Sturm spielen.

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