DFL

Lizenzierung: "Einige" Klubs müssen nachbessern

Die DFL hat keinem Klub die beantragte Lizenz für die kommende Saison im Profifußball verweigert. Allerdings müssen "einige Vereine" bis Ende Mai nachbessern. SID-IMAGES/Firo/

Frankfurt/Main - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat keinem Klub die beantragte Lizenz für die kommende Saison im Profifußball verweigert. Allerdings müssen laut DFL "einige Vereine" bis Ende Mai nachbessern, um die Spielberechtigung für die Bundesliga oder die 2. Liga tatsächlich zu erhalten. Wie viele Klubs Bedingungen erfüllen müssen, ließ die DFL offen. Insgesamt hatten sich 46 Vereine (36 Bundes- und Zweitligisten sowie 10 Drittligisten) bis zum Stichtag am 15. März um eine der 36 Lizenzen im deutschen Profifußball für die kommende Spielzeit beworben.

"Mit der Überprüfung der Klubs hinsichtlich der Erfüllung verschiedener Lizenzierungskriterien haben wir den Rahmen für einen integeren und fairen Wettbewerb in der kommenden Saison sichergestellt", sagte der zuständige DFL-Direktor Werner Möglich. Die DFL überprüft neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zahlreiche weitere Kriterien. In erster Linie geht es um die Liquidität der Vereine, die Prognose spielt keine Rolle.

Seit der Saison 2000/01 gab es keine Lizenzverweigerung mehr. Damals wurde Tennis Borussia Berlin nicht zugelassen. Zu einem Lizenzentzung kam es bisher lediglich einmal: 1991 wurde Rot-Weiß Essen - damals noch durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) - zum Zwangsabstieg aus der 2. Liga verurteilt.

Das Financial Fairplay der Europäischen Fußball-Union (UEFA) spielt bei der Lizenzierung noch keine Rolle. Die von der UEFA angestrebte finanzielle Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben der Klubs ist nicht in das Verfahren der DFL integriert. "Das Financial Fairplay ist sicher der richtige Weg. Aber die Umsetzbarkeit für die neue Saison kommt noch nicht infrage. Das Financial Fairplay ist noch nicht wirklich greifbar, es ist für uns noch so eine Art Black Box. Wir kennen die Bemessungsgrundlagen gar nicht, da sind noch zu viele Fragezeichen", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig zuletzt.

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