Bundesliga

Kühne macht sich erneut für Magath stark

Hamburg - Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat sich mit einer breit angelegten Medienoffensive erneut für ein Engagement von Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV eingesetzt.

SID-IMAGES/AFP/PATRIK STOLLARZ

Hamburg - Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat sich mit einer breit angelegten Medienoffensive erneut für ein Engagement von Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV eingesetzt. "Ich wünschte mir einen Felix Magath als Vorstandsvorsitzenden", sagte der streitbare HSV-Investor der Bild-Zeitung und ergänzte im kicker: "Magath ist für mich der Prototyp, der Qualität und Härte mitbringt. An seiner Seite könnte ich mir Bernd Hollerbach als Trainer vorstellen."

Von Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ("wünsche ich mir nicht"), Ex-Bayern-Profi Stefan Effenberg ("gewagtes Experiment") und dem ehemaligen Werder-Trainer Thomas Schaaf ("erfolgreiche Zeit ist vorbei") hält er nichts als Kandidaten für die Nachfolge des am Dienstag beim HSV entlassenen Trainers Thorsten Fink.

Gleichzeitig kritisierte der 76 Jahre alte Milliardär abermals das Führungspersonal des Klubs. "Der Vorstand ist das Dilemma des Vereins. Ich wünsche den handelnden Personen, die bestmögliche Trainer-Entscheidung zu treffen. Aber da habe ich meine Zweifel", sagte Kühne. Der Vorstand müsse bereit sein, einer Erneuerung Platz zu machen. "Das ist mein Anspruch. Aber die Betroffenen wollen das nicht hören und halten an ihren Ämtern fest. Und das ist aus meiner Sicht für den Verein sehr bedenklich."

Im Falle einer Ausgliederung der Profi-Abteilung der Hanseaten wäre der siebtreichste Deutsche bereit, sich mit einem Betrag von 25 Millionen Euro zu beteiligen. "Niemand muss vor mir Angst haben. Ich will dem HSV nur Gutes tun und wünsche mir, dass man die richtigen Entscheidungen trifft und der Verein strukturell jetzt richtig aufgestellt wird", sagte Kühne, der den Plan der Initiative HSVPlus für eine tiefgreifende Strukturreform unterstützt.

Bei seinem verbalen Rundumschlag sparte er auch nicht mit Kritik an HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart, den er selbst mit seinem Geld im Sommer 2012 an die Elbe gelotst hatte. "Ich bin enttäuscht, dass sich Rafael mit privaten Dingen belastet hat", wird Kühne in der Hamburger Morgenpost zitiert: "Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich da auch nicht so engagiert." Bei NDR 90,3 sprach er angesichts der privaten Schlagzeilen des Niederländers von einer "Soap Opera". "Das ist schon ein Schlag für mich", sagte Kühne.

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