DFB-Pokal

Kießling-Show bei Leverkusener Pflichtsieg im Pokal

Kießling-Show zum Pokal-Auftakt: Mit einem Fünferpack hat Stefan Kießling Bayer Leverkusen fast im Alleingang in die zweite Pokalrunde geschossen. SID-IMAGES/SID-IMAGES/AFP/

Mainz - Kießling-Show zum Pokal-Auftakt: Mit einem Fünferpack hat Torjäger Stefan Kießling den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen praktisch im Alleingang in die zweite Pokalrunde geschossen. Der 30 Jahre alte Ex-Nationalspieler erzielte beim 6:0 (4:0) gegen den Verbandsligisten SV Alemannia Waldalgesheim alleine im ersten Abschnitt vier Tore und wurde erst durch seine Auswechselung in der 62. Minute gestoppt.

Vier Tage vor dem Play-off-Hinspiel zur Champions League beim FC Kopenhagen (Dienstag, 20.45 Uhr) bescherte Kießling (2./24./31./41./Foulelfmeter/59.) seinem neuen Trainer Roger Schmidt ein gelungenes Pflichtspiel-Debüt. Das sechste Tor erzielte Heung-Min Son (82.).

Der Sechstligist Waldalgesheim, für den alleine die Teilnahme an der ersten Hauptrunde ein Fest war, war trotz großen Kampfgeistes erwartungsgemäß chancenlos. Immerhin bleiben vom "Traumlos" Bayer Leverkusen (Trainer André Weingärtner) die garantierten Einnahmen in Höhe von 140.000 Euro für "neue Umkleideräume und ein neues Bistro" (Klubchef Reinhard Schenk).

Die 7524 Zuschauer am Mainzer Bruchweg hatten kaum Platz genommen, da verpasste Kießling den Waldalgesheimer Träumen von der Sensation gleich den ersten Dämpfer. Kießling staubte nach 65 Sekunden nach einem Kopfball von U19-Europameister Julian Brandt im Strafraum ab - und sorgte für die Initialzündung des Leverkusener Tempofußballs.

Vor allem über die Außenspieler Karim Bellarabi und Brandt ging es immer wieder Richtung Strafraum der Amateure, dort konnten die Feierabendkicker aus der 4019 Einwohner zählende Gemeinde im Landkreis Mainz-Bingen aber immerhin 20 Minuten Schlimmeres verhindern. Brandt an den Pfosten (20.), 14-Millionen-Neuzugang Hakan Calhanoglu (21.) und wieder der starke Brandt (23.) vergaben allerdings auch Chancen im Minutentakt.

Kießling belohnte das Leverkusener Anrennen erst aus kurzer Distanz nach Vorlage von Gonzalo Castro, dann traf er frei vor dem Tor gegen den geschlagenen Torwart Georg Borschnek. Nachdem Bellarabi im Strafraum nach einem Foul von Felix Pauer zu Boden gegangen war, machte Kießling seinen Viererpack innerhalb von 41 Minuten vom Elfmeterpunkt perfekt. 

Bayer-Trainer Schmidt hatte dem Torjäger den Vorzug vor Neuzugang Josip Drmic gegeben, dafür standen in Tin Jedvaj, Calhanoglu, dem Brasilianer Wendell und Rückkehrer Bellarabi vier der anderen "Neuen" am Rhein zu Beginn auf dem Rasen. Für den kurzfristig ausgefallenen Ömer Toprak (Rückenprobleme) spielte Giulio Donati.

Nach der Pause spielten die Gäste, die im Pokal seit der Finalteilnahme 2009 (0:1 gegen Werder Bremen) nicht mehr über das Viertelfinale hinausgekommen waren, zwar deutlich kräfteschonender, Kießling hatte aber noch nicht genug. Seinen fünften Treffer erzielte er nach überlegter Vorarbeit von Bellarabi und ohne große Gegenwehr.

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