Bundesliga

"kicker" und VDS weisen Kritik an Wahl zurück

Das Fachmagazin kicker und der VDS haben gemeinsam Kritik an der Wahl vonBastian Schweinsteiger zu "Deutschlands Fußballer des Jahres 2013" zurückgewiesen. SID-IMAGES/Pixathlon/

Nürnberg - Das Fachmagazin kicker und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) haben gemeinsam Kritik an der Wahl von Bayern Münchens Nationalspieler Bastian Schweinsteiger zu "Deutschlands Fußballer des Jahres 2013" zurückgewiesen. "Wir stellen fest, dass die Wahl absolut korrekt gelaufen ist", teilte kicker-Herausgeber Rainer Holzschuh dem SID telefonisch "ausdrücklich auch im Namen von VDS-Präsident Erich Laaser" mit. Zuvor hatten Berichte über angeblich fehlerhafte Abläufe die Abstimmung infrage gestellt.

Schon vor der gemeinsamen Erklärung von Holzschuh und Laaser war der kicker in die Offensive gegangen und lehnte eine in die Diskussion gebrachte Wiederholung der Wahl ab. "Es gab keinen Fehler, der Einfluss auf das Abstimmungsergebnis gehabt hätte. Wir betonen, dass es bei dieser Wahl wie bei allen vorherigen seit 1960 mit rechten Dingen zugegangen ist", schrieb das für die Durchführung der Wahl verantwortliche Blatt auf seiner Internetplattform.

Laaser hatte die Debatte im Tagesverlauf zunächst noch angeheizt. "Um ein vernünftiges Ergebnis für dieses Jahr zu haben, sollte man eine neue Wahl machen", sagte der Laaser dem Sportradio Sport1.fm.

Der Forderung stellte sich Holzschuh entgegen: "Ich halte eine Neuwahl für absolut verkehrt. Die Wahl ist juristisch und ethisch ordnungsgemäß abgelaufen", sagte Holzschuh und ergänzte: "Würde man jetzt eine Neuwahl organisieren, tut man Bastian Schweinsteiger keinen Gefallen, und man wird ihm auch nicht gerecht. Es wäre ihm gegenüber schon fast eine Denunziation, würde man ihn jetzt erneut zur Wahl stellen."

Der kicker räumte gleichwohl ein, dass es bei der Versendung der ersten Wahlunterlagen an die VDS-Mitglieder durch eine fehlerhafte Datei ein Problem gegeben habe, das aber sofort erkannt und auch korrigiert worden sei. "In unserem Haus wurde noch in der Nacht reagiert. Jeder Wahlberechtigte erhielt umgehend die korrekten Zugangsdaten für die Wahl. Das ist bei einer so wichtigen Wahl doch eine Selbstverständlichkeit", sagte kicker-Chefredakteur Jean-Julien Beer.

Anschließend sei die Wahl wie jedes Jahr über mehrere Wochen verlaufen. Bei der Teilnehmerzahl habe es schon immer große Schwankungen gegeben. Dass in diesem Jahr weniger Sportjournalisten ihre Stimme abgegeben hatten, könne nicht an dem sofort behobenen Adress-Problem liegen.

Schweinsteiger hatten für seinen Wahlsieg 92 Stimmen gereicht, das waren nur 2,5 Prozent der 3700 möglichen. Der Nationalspieler hatte fünf bzw. sieben Stimmen Vorsprung auf seine Münchner Teamkollegen Franck Ribéry (87) und Thomas Müller (85). In diesem Jahr haben sich 527 Sportjournalisten an der Wahl beteiligt, weshalb das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf Experten die Seriösität der Wahl infrage gestellt hatte.

"Ja, es ist unglücklich gelaufen, bei der Wahl ist ein Fehler passiert", sagte Holzschuh Focus online. Er berichtete von einem technischen Versehen, "das irgendwo zwischen Sekretariat und Druckerei" entstanden sei. Holzschuh sagte zudem: "Es war ein menschlicher Fehler, und menschliche Fehler passieren eben."

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres hatte Triple-Gewinner Jupp Heynckes (Bayern München) mit 383 von 517 abgegebenen Stimmen deutlich gewonnen, bei den Frauen entschied Ex-Nationalspielerin Martina Müller vom VfL Wolfsburg mit 117 Stimmen die Wahl für sich.

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