WM | 17.11.2013

Katars WM-OK-Chef: "Jeder Tote ist inakzeptabel!"

Katar hat Probleme mit Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter auf WM-relevanten Baustellen eingeräumt und schnelle Verbesserungen angekündigt.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/KARIM JAAFAR

Doha - Katar hat Probleme mit Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter auf WM-relevanten Baustellen eingeräumt und schnelle Verbesserungen angekündigt. "Jeder Tote, jeder einzelne Tote jenseits der Zahl Null ist inakzeptabel! Jede Praktik, die die Sicherheit, Würde oder Gesundheit eines Menschen angreift, ist für uns nicht hinnehmbar", sagte Hassan Al-Thawadi, Generalsekretär des Organisationskomitees für die Fußball-WM 2022, im SID-Interview.

Es gebe sicherlich teilweise "inakzeptable Zustände". Eine Kommission arbeite aber längst an diesem Thema, führe Untersuchungen durch und trenne Fakten von Fiktion. "Wir werden alle Maßnahmen ergreifen, die notwendig sind. Wir haben eine Charta ausgearbeitet, die der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Sie ist ein Bekenntnis zu den Standards für alle Arbeiter", sagte Al-Thawadi (35) in Doha. "Sicherheit, Würde und Gesundheit eines jeden, der an der WM mitarbeitet, sind gesichert. Es gibt auch viele weitere Initiativen der Regierung - und diese wurden bereits vor dem Bericht des Guardian angestoßen."

Die englische Tageszeitung The Guardian hatte von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen für Gastarbeiter im Land berichtet. Allein von Juni bis August 2013 sind laut Guardian 44 nepalesische Arbeiter im Emirat bei Unfällen oder nach Herzattacken aufgrund unmenschlicher Hitze gestorben.

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