Spanien | 07.10.2012

Katalanen fordern Unabhängigkeit

Der in der jüngeren Vergangenheit ein wenig zur Massenware verkommene spanische Clásico hat durch die bevorstehenden Wahlen in Katalonien neue Brisanz erhalten.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JOSE JORDAN

Barcelona - Der in der jüngeren Vergangenheit ein wenig zur Massenware verkommene spanische Clásico hat durch die bevorstehenden Wahlen in Katalonien neue Brisanz erhalten: Nach genau 17:14 Minuten in der 254. Begegnung zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid erschütterten die 98.000 Zuschauer das Camp Nou mit lautstarken "Independència, Independència"-Rufen und schickten damit ein deutliches Zeichen an die spanische Regierung in Madrid.

Am 25. November wählt die Bevölkerung der wirtschaftsstarken Region in einer vorgezogenen Wahl das Regionalparlament. Die katalanisch-nationalistische CiU-Partei hat bereits angekündigt, im Falle eines erneuten Wahlsieges trotz des Widerstandes der Regierung eine Volksabstimmung über eine politische Loslösung von Spanien abhalten zu wollen - um jene Unabhängigkeit zu erreichen, die die Region in Nordspanien 1714 verloren hatte. Ministerpräsident Mariano Rajoy wies diese Pläne bislang entschlossen zurück.

Der Clásico, der seit April 2011 zwölfmal ausgetragen wurde, gilt seit jeher als Kampf der königstreuen Madrilenen gegen die "Aufständischen" aus Barcelona.

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