EM | 28.06.2012

Kapitän Lloris wehrt sich gegen Vergleich mit 2010

Der Kapitän der französischen Fußball-Nationalmannschaft, Hugo Lloris, hat sich vehement gegen einen Vergleich der Mannschaften bei der WM 2010 und der EM 2012 gewehrt.

Paris - Der Kapitän der französischen Fußball-Nationalmannschaft, Hugo Lloris, hat sich vehement gegen einen Vergleich der Mannschaften bei der WM 2010 in Südafrika und der EM 2012 in Polen und der Ukraine gewehrt. "Die Mannschaften haben nichts miteinander zu tun. Das sind zwei unterschiedliche Situationen. 2010 waren wir komplett unprofessionell, völlig zerrüttet auf und neben dem Platz", sagte der Torhüter von Olympique Lyon: "Bei dieser EURO hat jeder alles gegeben, im Training und bei den Spielen."

Vor zwei Jahren in Südafrika waren die Franzosen in der Vorrunde gescheitert und hatten ein jämmerliches Bild abgegeben. Es hatte unter anderem einen Trainingsstreik der Stars gegeben, außerdem wurde Angreifer Nicolas Anelka nach einer verbalen Entgleisung in Richtung des damaligen Nationaltrainers Raymond Domenech vorzeitig nach Hause geschickt.

Bei der EURO hatte Samir Nasri nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Spanien (0:2) einen Journalisten als "Hurensohn" beschimpft. Der Redakteur von Frankreichs Nachrichtenagentur AFP fragte Nasri nach dessen Beurteilung des Spiels. Nasri verweigerte eine Antwort, erklärte vielmehr, dass die Presse ohnehin "nur Scheiße schreibt". Zudem berichteten Medien über Streitigkeiten in der Kabine. So soll Hatem Ben Arfa Trainer Laurent Blanc seine Heimreise angeboten haben.

"Man kann nicht dulden, was Samir gesagt hat. Aber er hat sich entschuldigt. Das Team hat es nicht verdient, mit der Mannschsaft von 2010 über einen Kamm geschoren zu werden. Man kann nicht das Gute der vergangenen beiden Jahre löschen", sagte Lloris.

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