Bundesliga

Ibisevic schießt Schalke immer tiefer in die Krise

Vedad Ibisevic hat den FC Schalke 04 in der Liga noch tiefer in die Krise geschossen. SID-IMAGES/AFP/THOMAS KIENZLE

Stuttgart - Vedad Ibisevic hat den FC Schalke 04 in der Liga noch tiefer in die Krise geschossen. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens, am Dienstag noch als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League eingezogen, verlor bei ihrem Angstgegner VfB Stuttgart nach einem Dreierpack des VfB-Angreifers mit 1:3 (1:2) und blieb auch im fünften Spiel in Folge sieglos. Mit 25 Punkten hat nun selbst der schwach in die Saison gestartete VfB mit Schalke gleichgezogen.

Am vierten Sieg der Stuttgarter in den vergangenen fünf Partien hatte Ibisevic vor 55.880 Zuschauern entscheidenden Anteil. Der 28 Jahre alte Bosnier erzielte nach 111 Sekunden das 1:0. In der 38. Minute erhöhte der Stürmer per Foulelfmeter zum 2:1. Der Ex-Stuttgarter Ciprian Marica hatte vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zwischenzeitlich ausgleichen können (12.), ehe erneut Ibisevic in der 61. Minute das entscheidende 3:1 gelang. Es war sein 10. Saisontreffer.

Schalke hat damit aus den letzten sieben Spielen nur einen mageren Sieg und gerade einmal fünf Punkte holen können. Zu allem Überfluss sah Jermaine Jones (73.) wegen eines Frustfouls an Ibrahima Traoré die Rote Karte. Zuvor war bereits der Stuttgarter Gotoku Sakai wegen groben Foulspiels an Lewis Holtby (67.) des Feldes verwiesen worden.

Auch Schalkes Negativserie beim VfB setzte sich fort. Die Schwaben, die in den letzten 13 Heimspielen gegen Schalke nur einmal verloren, waren nur 42 Stunden nach ihrer 0:1-Niederlage in der Europa League gegen Molde gleich hellwach. Ibrahima Traoré passte nach starkem Sololauf über die linke Seite in die Mitte, dort verwertete Ibisevic eiskalt. Schalkes Keeper Timo Hildebrand, 2007 mit dem VfB Meister, hatte keine Abwehrchance.

Schalke, das auf die verletzten Kyriakos Papadopoulos, Ibrahim Afellay, Marco Höger und auch Jefferson Farfán verzichten musste, wurde nun aktiver. Jones und Holtby hatten die ersten Möglichkeiten, ehe Angreifer Marica zuschlug. Nach Flanke von Jones kam der Rumäne aus kurzer Distanz frei zum Schuss - Torhüter Sven Ulreich war machtlos.

Die Gäste übernahmen in der Folge mehr und mehr das Kommando. Der VfB konnte sich kaum noch konstruktiv befreien und musste einige brenzlige Situationen überstehen. Die beste Möglichkeit hatte Klaas-Jan Huntelaar (25.) nach Flanke von Christian Fuchs, der Niederländer scheiterte aber an Ulreich. Danach wendete sich wieder das Blatt.

Zunächst hatten die Schalker Glück, als Martin Harnik bei einem Konter gerade noch vom gut mitspielenden Hildebrand gestoppt werden konnte (34.). Kurz darauf gelang dem VfB die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung. Nach Flanke von Harnik entschied Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) auf Strafstoß, nachdem Fuchs Christian Gentner beim Kopfball behindert hatte.

Der Treffer zeigte auch nach der Pause noch deutlich Wirkung bei Schalke. Der VfB startete erneut besser und hatte durch Ibisevic per Kopf gleich die Möglichkeit zu erhöhen. Kurz darauf zielte der Bosnier aber genauer. Nachdem Raphael Holzhauser noch an Hildebrand gescheitert war, staubte Ibisevic ab. Von Schalke war nicht mehr viel zu sehen.

Beim VfB verdiente sich neben Ibisevic noch Traoré die beste Note. Bei Schalke erreichte kein Spieler Normalform.

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