Bundesliga

Holzhäuser plädiert weiter Bundesliga-Änderung

Leverkusen - Drei Monate vor seinem Ausscheiden als Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen hat Wolfgang Holzhäuser der Deutschen Fußball Liga (DFL) noch einmal eine Änderung des Bundesliga-Modus ans Herz gelegt.

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Leverkusen - Drei Monate vor seinem Ausscheiden als Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen hat Wolfgang Holzhäuser der Deutschen Fußball Liga (DFL) noch einmal eine Änderung des Bundesliga-Modus ans Herz gelegt. "Ich plädiere weiterhin dafür, ein Halbfinale und Finale um die deutsche Meisterschaft zu spielen", sagte der 63-Jährige im Interview mit dem Magazin 11Freunde.

Dabei schwebt Holzhäuser keine Play-off-Runde wie in anderen Sportarten vor: "Es soll nicht jeder gegen jeden spielen, sondern am Saisonende ein Halbfinale Erster gegen Vierter und Zweiter gegen Dritter stattfinden. Da würde die Nation beben", sagte der Hesse, fügte aber gleich hinzu, dass dieser Vorschlag nicht durchsetzbar sei: "Weil wir Deutschen konservativ sind und der Fußball erzkonservativ."

Ein ebenso aussichtsloses Unterfangen sei seine jüngste Idee, dass die Bundesliga andere Sportarten, die wegen der Fußball-Dominanz kaum noch im Fernsehen auftauchen, finanziell unterstützt. "Durch den neuen TV-Vertrag haben alle Vereine nun gut zehn Millionen Euro mehr im Jahr. Mein Vorschlag war, ob wir Bundesligisten uns nicht darauf verständigen könnten, einen geringen Prozentsatz davon anderen Sportarten zur Verfügung zu stellen. Weil das Geld sonst wieder nur in die Taschen der Spieler und derer Berater wandert. Aber viele haben mich ausgelacht", so der Bayer-Geschäftsführer.

Zum Ende seiner Laufbahn räumte der Querdenken aber auch ein, dass nicht alle seine Vorschläge zu Ende gedacht waren: "Ob es völliger Quatsch war, lasse ich mal dahin gestellt, aber ich habe mal den Vorschlag gemacht, die Spannung in der Liga durch ein zeitlich aufeinanderfolgendes Hin- und Rückspiel zu erhöhen und dabei dem Gesamtsieger Europapokalmuster einen Extrapunkt zu geben. Stellen Sie sich vor, wir verlieren durch ein Abseitstor in München, und am Samstag drauf folgt das Rückspiel bei uns. Der Vorschlag war so brisant, dass Sepp Blatter einen Brief schrieb, um uns davon abzubringen und Franz Beckenbauer sagte: 'Fußball muss einfach bleiben, den muss sogar meine Oma verstehen.' Die Diskussion anzustoßen war politisch falsch, auch wenn ich die Idee nach wie vor für nicht schlecht halte."

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