DFB Pokal

Hoffenheim verhindert Pokal-Blamage gegen Cottbus

Sinsheim - Nach einer phasenweise überheblichen Vorstellung hat Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim noch die Kurve gekriegt und mit einem Kraftakt eine erneute Pokal-Blamage gegen Energie Cottbus abgewendet.

SID-IMAGES/Firo/

Sinsheim - Nach einer phasenweise überheblichen Vorstellung hat Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim noch die Kurve gekriegt und mit einem Kraftakt eine erneute Pokal-Blamage gegen Energie Cottbus abgewendet. Drei Treffer in der Verlängerung zum 3:0 (0:0)-Sieg bewahrten die über weite Strecken enttäuschenden Kraichgauer vor dem Zweitrunden-Aus gegen den Zweitligisten. Vor rund zweieinhalb Jahren waren die Hoffenheimer, die am Montag ihre umstrittene "Trainingsgruppe 2" aufgelöst hatten, im Viertelfinale in der Lausitz gescheitert (0:1).

Nach 90 Minuten zum Abgewöhnen brach der erst 18 Jahre alten Abwehrspieler Niklas Süle in der 95. Minute mit seinem Treffer zum 1:0 den Bann. Roberto Firmino (103.) und Sven Schipplock (117.) machten alles klar.

Die 11.579 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen lange Zeit ein Spiel ohne Höhepunkte. Entgegen den Erwartungen konnten die Gastgeber, bei denen Ersatztorhüter Jens Grahl wie von Trainer Markus Gisdol zuvor angekündigt für Stammkeeper Koen Casteels zwischen die Pfosten durfte, die Begegnung zunächst nicht dominieren. Die Cottbuser Defensive hatte keine große Mühe. Die Gäste verbuchten durch Marco Stiepermann (15.) sogar die einzige Chance in der ersten Viertelstunde.

Die Hoffenheimer brachten auch im Anschluss so gut wie nichts zustande, der Auftritt des Erstligisten war ganz schwach. Tempo, Ideen und Durchschlagskraft fehlten völlig im Spiel der Kraichgauer. Als Reaktion darauf wurden die Cottbuser, die ohne Uwe Möhrle, Mateo Susic und Daniel Brinkmann auskommen mussten, mit der Zeit immer mutiger. Die Lausitzer gestalteten die Partie in dieser Phase völlig offen.

Auch nach einer halben Stunde war nichts von einem Klassenunterschied zu sehen - ganz im Gegenteil: Während sich die Cottbuser immerhin die eine oder andere kleine Möglichkeit erarbeiteten, war von der zweitbesten Offensive der Bundesliga überhaupt nichts zu sehen. Erst in der 33. Minute kamen die völlig indisponierten Gastgeber durch Kevin Volland zu ihrer ersten Chance.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeber zunächst deutlich besser, die Ansprache Gisdols hatte offenbar gefruchtet. Der Brasilianer Firmino hatte innerhalb von drei Minuten zwei gute Möglichkeiten (47. und 50.). Nach einer knappen Stunde war der neue Schwung aber wieder verflogen, das Spiel lief wieder nach dem Muster des ersten Durchgangs.

Die Hoffenheimer hatten am Montag verkündet, dass die "Trainingsgruppe 2" der Vergangenheit angehört. Tobias Weis (28), Matthias Jaissle (25), Matthieu Delpierre (32) und Edson Braafheid (30) werden bis auf Weiteres am Training der U23 teilnehmen. Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese (31) äußerte dagegen den Wunsch nach einem "gesonderten Einzeltraining", dem der Klub entsprach. Die Profis dürfen seit gut zweieinhalb Monaten nicht mehr im Team von Gisdol trainieren, fanden aber dennoch bis zum Ende der Transferperiode keinen neuen Verein.

Beste Spieler bei den Hoffenheimern waren Süle und mit Abstrichen Firmino. Bei Cottbus konnten Jurica Buljat und Julian Börner überzeugen.

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