Bundesliga

Hoeneß zockte fast krankhaft

Uli Hoeneß war jahrelang ein beinahe krankhafter Börsenspekulant. Das sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit. SID-IMAGES/AFP/ODD ANDERSEN

Köln - Uli Hoeneß war jahrelang ein beinahe krankhafter Börsenspekulant. Das sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit. "In den Jahren 2002 bis 2006 habe ich richtig gezockt, ich habe teilweise Tag und Nacht gehandelt, das waren Summen, die für mich heute auch schwer zu begreifen sind", sagte der 61-Jährige: "Diese Beträge waren schon teilweise extrem. Das war der Kick, das pure Adrenalin."

Er halte sich jedoch "nicht für krank, zumindest heute nicht mehr". Sollte er wegen seiner Steueraffäre vor Gericht müssen, erscheine er dort "nicht als kranker Mann. Ein paar Jahre lang war ich wohl nah dran. Aber inzwischen halte ich mich für kuriert."

Er habe zur Zeit des Internetbooms "heftiger" spekuliert, erklärte Hoeneß - anscheinend bis an den Rand der Pleite: "Als diese Blase dann platzte, fuhr ich schwere Verluste ein, ich war da richtig klamm." Das sei der Moment gewesen, an dem der frühere adidas-Boss Robert-Louis Dreyfus ihm angeboten habe, "was zusammen" zu machen, "er würde es finanzieren. So kamen die Millionen auf das Konto, es war immer klar, das war ein Konto zum Zocken, für nichts anderes."

Den Ausstieg hat Hoeneß erst Jahre später gefunden. "Ich habe zu viele Verluste gemacht. Ich konnte nicht mehr so viel zocken. Und dann kam 2008 die Finanzkrise, und dann ging es endgültig in den Keller." Außerdem sei er auch nicht mehr "auf der ständigen Suche nach dem großen Kick". Er werde eben älter, sagte Hoeneß.

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