Bundesliga

Hoeneß: Lahm soll Probleme intern ansprechen

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat Kapitän Philipp Lahm nach dessen vermeintlicher Kritik an Sportvorstand Matthias Sammer zu öffentlicher Zurückhaltung geraten. SID-IMAGES/Pixathlon/

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat Kapitän Philipp Lahm nach dessen vermeintlicher Kritik an Sportvorstand Matthias Sammer zu öffentlicher Zurückhaltung geraten. "Ich würde Philipp Lahm empfehlen, in Zukunft direkt mit Sammer oder mit uns so etwas auszumachen", sagte Hoeneß bei Sky: "Wir haben alle untereinander ein so enges und gutes Verhältnis, dass es wichtig ist, dass man Probleme, die man ansprechen muss, auch intern ansprechen sollte."

Sollte Lahm aber das Gefühl haben, "nicht ernst genommen zu werden, dann kann man ja immer noch den Weg an die Öffentlichkeit suchen. So wie ich uns kenne, reichen uns ein oder zwei interne Gespräche, um Dinge, die nicht gut laufen, abzustellen", sagte Hoeneß.

Auf die Frage, ob sich Lahm weiterhin in der Öffentlichkeit äußern dürfe, sagte Hoeneß: "Selbstverständlich, es stellt sich nur die Frage, ob es immer klug ist, dies öffentlich zu tun. Ich denke, dass ihn die Resonanz nach seiner Kritik nachdenklich gemacht hat. Er wird in Zukunft entscheiden, wie er es für richtig hält. Er ist professionell genug, um dies richtig zu beurteilen."

Lahm hatte sich in der Wochenzeitung Die Zeit zu Wort gemeldet, danach aber erklärt, seine Aussagen seien in einem falschen Zusammenhang zitiert worden. "Ich habe Aussagen getätigt in Bezug auf mich und erklärt, wie ich meinen Führungsstil sehe, meine Rolle als Kapitän des FC Bayern und der Nationalmannschaft, wie ich das mache", sagte Lahm weiter. Es sei nicht seine Absicht gewesen, Sammer zu attackieren. In dem Interview hatte Lahm, offenbar bezugnehmend auf Sammers jüngsten Rüffel fürs Team, betont, ein Verantwortlicher müsse Kritik intern üben.

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