International | 30.09.2013

Hoeneß kontert Ibrahimovic: "Gekränkte Primadonna"

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat die heftige Kritik von Zlatan Ibrahimovic an Pep Guardiola mit deutlichen Worten gekontert.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/FRANCK FIFE

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat die heftige Kritik von Zlatan Ibrahimovic an Pep Guardiola mit deutlichen Worten gekontert. "Wir sind total anderer Meinung als Zlatan Ibrahimovic. Wir sind total zufrieden mit Pep Guardiola. Ich halte Ibrahimovic für eine gekränkte Primadonna, die den Weggang von Barcelona nicht verkraftet hat. Kein Verein ist mit ihm glücklich geworden", sagte Hoeneß der Bild-Zeitung über den 31 Jahre alten Superstar von Paris St. Germain.

Schon am Sonntag hatte der Bayern-Boss "kein Verständnis" für die Angriffe von Ibrahimovic gegen den Bayern-Coach gezeigt. "Er will nur davon ablenken, dass er in vielen Vereinen gescheitert ist. Er kam jeweils als Heilsbringer und ging als Problembär", betonte Hoeneß bei Sport Bild Plus.

Ibrahimovic hatte zuvor erneut mit seinem Intimfeind Guardiola abgerechnet. "Guardiola ist ein fantastischer Trainer. Aber als Mensch? Er ist feige. Guardiola hat keine Eier", sagte der schwedische Ausnahmestürmer über den Trainer des Triple-Gewinners im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Guardiolas "philosophische Ansprachen" in der Kabine bezeichnete er als "Scheiße für Fortgeschrittene".

Der Zeitpunkt der Attacken gegen Guardiola dürfte von Ibrahimovic bewusst gewählt worden sein. Am Dienstag erscheint auch in Deutschland sein Buch "Ich bin Zlatan".

Für Ibrahimovic, der sich 2009/10 unter Coach Guardiola beim FC Barcelona nicht hatte durchsetzen können, war die Zeit bei den Katalanen ein einziges Missverständnis: "Wer mich kauft, kauft einen Ferrari. Wer einen Ferrari hat, tankt Super, fährt auf die Autobahn und gibt Vollgas. Guardiola hat Diesel getankt und eine Tour ins Grüne gemacht. Hätte er sich gleich einen Fiat kaufen sollen."

Er habe Guardiola gesagt, "wenn ich hier nicht reinpasse, musst du mir das nur einmal sagen - dann bin ich weg". Guardiola aber habe "rumgesäuselt: Ibra, du bist super, du machst alles richtig." Trotzdem habe er ihn nur auf die Bank gesetzt, sagte der Angreifer. Guardiola habe ihn für Lionel Messi "geopfert". Den FC Bayern bezeichnete Ibrahimovic derweil als "erstklassige Adresse, allerdings erst, wenn Guardiola weg ist".

Auch an Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal, der Ibrahimovic bei Ajax Amsterdam trainiert hat, ließ der Schwede kein gutes Haar. "Er erklärte mir mit dem Bleistift, wann ich wohin laufen sollte. Ich habe ihm gesagt: Hör mal, Meister, du hast mir gar nichts zu sagen - geh in dein Büro und schreib Briefe! Mir ging seine Art furchtbar auf die Nerven."

Jose Mourinho, mit dem er bei Inter Mailand zusammengearbeitet hat, hält Ibrahimovic dagegen für einen Top-Trainer. "Für ihn wäre ich gestorben. Er ist herausragend. Sehr intelligent, ein unglaublicher Motivator", sagte er über den Teammmanager des FC Chelsea.

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