Bundesliga

Hoeneß im Zeit-Interview: "Da begann die Hölle"

Uli Hoeneß bewegt sich seit Bekanntwerden der Steueraffäre am Rande der Verzweiflung und bereut seine Fehler in einem ausführlichen Interview mit dem Wochenblatt Die Zeit zutiefst. SID-IMAGES/AFP/CHRISTOF STACHE

München - Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß bewegt sich seit Bekanntwerden der Steueraffäre am Rande der Verzweiflung und bereut seine Fehler zutiefst. In einem ausführlichen Interview mit dem Wochenblatt Die Zeit gestand der 61-Jährige, die derzeitige Situation und sein Fall vom Vorbild zum Buhmann seien für ihn schwer zu ertragen.

"Das ist für mich ein ganz großes Problem. Ich fühlte mich in diesen Tagen auf die andere Seite der Gesellschaft katapultiert, ich gehöre nicht mehr dazu. Ich mache mir natürlich riesige Vorwürfe. Ich habe Riesenmist gebaut, aber ich bin kein schlechter Mensch", sagte Hoeneß, der großen Druck verspürt und nachts kaum in den Schlaf findet.

Die Situation sei "kaum auszuhalten". Hoeneß schlafe "sehr schlecht, ich schwitze sehr viel in der Nacht, was ich eigentlich gar nicht kenne. Ich wälze mich und wälze mich. Und dann wälze ich mich nochmal. Und denke nach, denke nach und verzweifle. Ich bin morgens auch manchmal schon eine Stunde nach dem Aufstehen völlig fertig."

Am 20. März, als die Staatsanwaltschaft vor der Tür seines Hauses am Tegernsee stand und es durchsuchte, habe sich sein Leben schlagartig geändert. "Da begann die Hölle für mich", sagte Hoeneß. Bis dahin sei er davon ausgegangen, dass er keine Strafverfolgung zu befürchten habe.

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