International

Hitzfeld hört nach WM als Nationaltrainer auf

Ottmar Hitzfeld (64) wird seinen Vertrag als Trainer der Schweizer Nationalmannschaft nicht verlängern und sein Amt nach der Endrunde in Brasilien zur Verfügung stellen. SID-IMAGES/Firo/

Zürich - Nach der WM ist Schluss: Ottmar Hitzfeld (64) wird seinen Vertrag als Trainer der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft nicht verlängern und sein Amt nach der Endrunde in Brasilien zur Verfügung stellen. Der ehemalige Meistermacher der Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayern München sprach von der "schwierigsten Entscheidung meiner Trainer-Laufbahn". Allerdings sei "mit der Verbandsführung, mit den Spielern und dem Staff absolut alles zum Besten bestellt."

Peter Gilliéron, Präsident des Schweizerischen Fußballverbands (SFV) nahm die Entscheidung "mit größtem Bedauern" zur Kenntnis: "Mit Ottmar Hitzfeld als Coach des Nationalteams hat sich die Schweiz erstmals vorzeitig für eine WM-Endrunde qualifiziert, mit ihm haben wir den historischen Erfolg erreicht, dass die Schweiz bei einer WM-Gruppenauslosung in Topf 1 und damit gesetzt ist. Aber so bedauerlich die Entscheidung unseres Nationalcoachs ist, Ottmar Hitzfeld hat diese persönlich so geschildert, dass sie für uns nachvollziehbar ist und nichts anderes übrig bleibt, als sie zu akzeptieren und zu respektieren."

Die Suche nach einem Nachfolger kann die Schweiz in Ruhe angehen. "Ottmar Hitzfeld ist auch in dieser Lage ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle und lässt uns viel Zeit. Das ermöglicht uns, nicht gleich am Kandidatenkarussell zu drehen, sondern erst einmal innezuhalten", sagte SVF-Generalsekretär Alex Miescher.

Hitzfeld hatte das Amt am 1. Juli 2008 übernommen und die Eidgenossen zur WM 2010 geführt. In Südafrika scheiterte die Schweiz trotz eines Vorrundensieges gegen den späteren Weltmeister Spanien in der Gruppenphase. Nach der verpassten Qualifikation für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine gelang Hitzfeld mit den Schweizern nun die Teilnahme an der WM am Zuckerhut. In Brasilien träumt er vom Viertelfinale: "Ziel ist das Achtelfinale. Und wenn man mal dort ist, dann will man natürlich auch ins Viertelfinale."

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