Bundesliga | 04.10.2013

Hannover verpasst den Klubrekord

Hannover 96 hat den angestrebten Klubrekord verpasst und erstmals in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga zu Hause Punkte liegen lassen.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/ODD ANDERSEN

Hannover - Hannover 96 hat den angestrebten Klubrekord verpasst und erstmals in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga zu Hause Punkte liegen lassen. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka kam nach zuletzt vier Heimsiegen in Serie am achten Spieltag im Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC nach einer schwachen zweiten Halbzeit nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Christian Schulz (23.) hatte für zunächst überlegene Hannoveraner getroffen, der eine Minute zuvor eingewechselte Ronny sorgte jedoch mit einem fulminanten Freistoß-Treffer (81.) für den Berliner Punktgewinn.

Mit einem fünften Heimsieg in Serie zum Ligaauftakt hätten die Niedersachsen eine Vereinsbestmarke aufgestellt. Durch das Remis verteidigten die Roten aber dennoch Platz vier in der Tabelle erfolgreich (13 Punkte), der Aufsteiger aus der Hauptstadt bleibt mit einem Zähler weniger Fünfter. Weiterer Wehrmutstropfen für 96: Didier Ya Konan verletzte sich kurz vor dem Halbzeitpfiff offenbar schwer am linken Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Noch während die Partie lief, war er auf dem Weg ins Krankenhaus.

Vor der Partie hatte Klub-Chef Martin Kind sein Team unter Erfolgsdruck gesetzt und seine Forderung wiederholt: Das Erreichen der Europa League ist Pflicht, insgeheim hofft der Präsident sogar auf die Teilnahme an der weitaus lukrativeren Champions League. "Platz drei ist mutig und provokativ, aber Rang sechs ist realistisch, und den möchte ich schon gerne erreichen", sagte Kind.

Hannover war von Beginn an das engagiertere Team, konnte aus dem Übergewicht aber zunächst keinen Ertrag erzielen - zu häufig wurde der letzte Pass in die Spitze zu ungenau gespielt. Folgerichtig fiel die Führung nach einer Standardsituation, nachdem der Ball eher zufällig vor die Füße von Schulz geprallt war. Der 30 Jahre alte Routinier wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze unhaltbar für Thomas Kraft ins Tor. Zudem hatte Artur Sobiech (31.) noch eine gute Möglichkeit für die Gastgeber.

Hertha versuchte, defensiv gut zu stehen und die Räume für die konterstarken 96er eng zu machen. Nach Ballgewinnen und schnellem Umschalten setzten die Berliner dann ihrerseits Nadelstiche in Richtung des Tores von Nationalkeeper Ron-Robert Zieler. Hajime Hosogai (19.) mit einem Fernschuss und Sami Allagui (20.) hatten gute Möglichkeiten.

In der zweiten Hälfte verflachte die ohnehin nicht hochklassige Partie dann zusehends. Einzig ein nicht geahndetes Handspiel von Johannes van den Bergh erhitzte zunächst die Gemüter. Nach dem ersten gelungen Angriff vergab dann Änis Ben-Hatira die große Chance zum Ausgleich, sein Schuss aus acht Metern prallte vom rechten Pfosten zurück ins Spielfeld (58.). Danach plätscherte die Partie wieder vor sich hin: Hannover wollte nicht mehr konsequent nach vorne spielen, der Hertha fehlten die Mittel, um 96 noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Doch Ronny half und erzielte Herthas fünftes Jokertor in dieser Saison mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze, der mit 119 km/h im Tor des machtlosen Zieler einschlug. Kurz vor dem Ende entschärfte Kraft einen Sobiech-Kopfball mit einer Glanzparade (89.).

Bei Hannover überzeugten Christian Schulz und Szabolcs Huszti, die Berliner hatten in Nico Schulz ihren Besten.

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