Bundesliga | 02.05.2013

Guardiola: Kein Bammel vor schwerem Erbe

Pep Guardiola hat keine Angst davor, beim möglichen Triple-Sieger Bayern München am Erfolgsdruck zu scheitern.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/GLYN KIRK

München - Pep Guardiola hat keine Angst davor, beim möglichen Triple-Sieger Bayern München am Erfolgsdruck zu scheitern. "Ich kann das ab. Jeder Spieler und jeder Trainer auf der Welt will jedes Spiel gewinnen. Wäre das nicht so, wäre es eine Qual", sagte Guardiola bei einem Vortrag in Bogotá/Kolumbien. Der 42-Jährige wird im Sommer beim deutschen Fußball-Rekordmeister Trainer Jupp Heynckes beerben. Heynckes ist mit den Bayern bereits Meister geworden und steht überdies in den Endspielen der Champions League (25. Mai in London) und des DFB-Pokals (1. Juni in Berlin).

Guardiola will in München "einfach nur Tag für Tag versuchen, Probleme zu lösen, mit den Leuten sprechen und auf mein Bauchgefühl hören", wie er sagte. Der frühere Trainer des FC Barcelona weilt auf Einladung eines Wirtschaftskonsortiums in Südamerika, wo er Vorträge unter dem Titel "Leidenschaft, Führungskraft und Teamarbeit" hält. In Bogotá äußerte er sich erstmals zu seiner neuen Aufgabe.

Die Bayern, lobte er, "spielen eine mordsmäßig gute Saison". Von einer Wachablösung im europäischen Klubfußball wollte er angesichts des Final-Einzugs des FC Bayern und von Borussia Dortmund in der Königsklasse aber nicht sprechen. "So akut sehe ich das nicht", sagte Guardiola. Die Bayern, Dortmund, Real Madrid und Barça seien "auf einem Niveau".

Guardiola, der sich nach vier Jahren als Coach bei Barça in der laufenden Saison eine Auszeit in New York gönnte, nannte die Arbeit mit Spielern "sehr ermüdend" und führte dazu aus: "Abgesehen vom Teamgedanken und einer Spielphilosophie muss man in jedem einzelnen Spieler etwas Intuitives hervorbringen, um ans Limit zu kommen. Wenn man das nicht schafft, werfen sie einen raus..." Als Vorbilder in seiner Trainingsarbeit nannte er Manuel Lillo (bis 2010 Trainer bei UD Alméria) und die früheren Barça-Trainer Johan Cruyff, Lorenzo Serra Ferrer, Carles Rexach, Bobby Charlton und Louis van Gaal. "Aber egal, von wem du etwas gelernt hast: am Ende musst du du selbst sein."

In New York, sagte Guardiola schmunzelnd, habe er sich "einem sehr komplizierten Leben gewidmet: Ich habe meine Kinder um 8 Uhr morgens in die Schule gebracht und um 18 Uhr wieder abgeholt. Mehr habe ich nicht gemacht."

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