DFB | 20.07.2013

"Große Sympathie" für Vertragsverlängerung mit Löw

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hält eine Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw noch vor der WM 2014 in Brasilien für denkbar.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Firo/

Frankfurt - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hält eine Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw noch vor der WM 2014 in Brasilien für denkbar. "Vielleicht qualifizieren wir uns schon im September. Dann überlegen wir: Machen wir es wie 2008? Oder machen wir es wie 2010?", sagte Niersbach der Süddeutschen Zeitung. 2008 hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Löw vor der EM verlängert, 2010 erst nach dem Turnier.

An der generellen Absicht einer Verlängerung mit Löw ließ Niersbach keinen Zweifel. "Ich habe eine große Sympathie, den Weg mit Jogi weiter zu gehen, und weiß, dass die Stimmung im DFB-Präsidium ähnlich ist", sagte er und fügte an: "Für mich ist das wichtigste Kriterium, wie Trainer und Mannschaft miteinander klarkommen. Und da sehe ich eine hochprofessionelle Abwicklung."

Niersbach sprach sich zudem für eine deutsche Bewerbung um die Europameisterschaft 2024 aus. "Schaut man sich die europäische Landkarte an, können wir mit Selbstbewusstsein - nicht Arroganz - sagen, dass wir in der Lage sind, ein so komplexes Turnier auszurichten", sagte der 62-Jährige. Die Konsequenz daraus wäre allerdings ein Bewerbungsverzicht um die Halbfinalspiele und das Finale bei der Endrunde 2020.

Am 30. August will das DFB-Präsidium entscheiden, ob es mit Berlin oder München für die EM 2020 ins Rennen geht. Die UEFA vergibt die 13 Veranstaltungs-Orte im September 2014. Schon 2016 wird das Turniers erstmals mit 24 Teilnehmern ausgetragen - ein Fehler, so Niersbach: "Das ist keine Dauerlösung. Du bläst ein Endrundenfeld auf, kriegst einen schlechteren Modus, entwertest die Qualifikation, Spannungselemente entfallen."

Nicht unter Druck setzen lassen will sich der DFB derweil bei der Suche nach dem neuen Sportdirektor. "Die Entscheidung drängt noch nicht, sie hat Zeit bis zum DFB-Bundestag im Oktober", so Niersbach: "Wir haben eine Liste mit Namen, aber bis heute keine Verhandlungen geführt. Ich denke, bis Oktober regeln wir die Personalie."

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