Bundesliga

Gisdol: Wiese, Weis und Co. sind raus

Kurz vor Beginn der Saison-Vorbereitung am Samstag hat Trainer Markus Gisdol zehn Profis bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim aussortiert. SID-IMAGES/AFP/DANIEL ROLAND

Hoffenheim - Kurz vor Beginn der Saison-Vorbereitung am Samstag hat Trainer Markus Gisdol zehn Profis bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim aussortiert. Unter anderem werden Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese, Angreifer Eren Derdiyok, Verteidiger Matthieu Delpierre, der niederländische Nationalspieler Edson Braafheid und Mittelfeldspieler Tobias Weis am Sonntag nicht ins viertägige Trainingslager nach Westerburg/Westerwald reisen. Stattdessen werden die Profis, die keine Zukunft bei den Kraichgauern haben, ab Montag in der sogenannten "Trainingsgruppe 2" in Hoffenheim ihre Einheiten absolvieren.

Die größte Überraschung dabei ist die Ausmusterung von Weis. Während die Spieler um Wiese und Derdiyok (dazu kommen noch Filip Malbasic, Luis Advincula, Afriyie Acquah, der mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebrachte Joselu und Matthias Jaissle) schon länger als "Ballast" gelten, gehörte Weis in der vergangenen Rückrunde auch unter Gisdol zum Stammpersonal. Doch nun muss auch Weis unter Trainer Sascha Koch in der Gruppe der Aussortierten trainieren.

"Angesichts der Größe unseres Kaders war diese Zweiteilung notwendig. Nur so können wir zielgerichtet und professionell arbeiten", sagte Gisdol, in dessen Planungen insgesamt 27 Spieler zur "Trainingsgruppe 1" gehören: "Ich weiß, dass dies für die Spieler, die in der zweiten Gruppe trainieren, keine leichte Situation ist. Es ist aber die einzige Lösung, um dieser Gegebenheit verantwortungsvoll und fair im Sinn aller Beteiligten gerecht zu werden."

Die Hoffenheimer wollen durch die Aufstellung einer zweiten Trainingsgruppe wohl auch möglichen juristischen Auseinandersetzungen mit den ausgemusterten Profis, die alle noch laufende Verträge haben, aus dem Weg gehen. Das lässt sich aus der Äußerung des Profifußball-Leiters Alexander Rosen ableiten. "Jeder Spieler weiß, woran er ist und kann sicher sein, dass ihm bei uns ein professionelles, bestmögliches Trainingsprogramm gewährt wird", sagte Rosen.

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