UEFA | 07.05.2013

Gibraltar wehrt sich gegen spanische Angriffe

Gibraltars Chefminister Fabian Picardo wehrt sich gegen die Politisierung des Antrags des britischen Überseegebiets auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Fußball-Union UEFA.

Gibraltar - Gibraltars Chefminister Fabian Picardo wehrt sich gegen die Politisierung des Antrags des britischen Überseegebiets auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Fußball-Union UEFA. "Wir glauben, dass Politik und Sport nicht miteinander vermischt werden sollten. Daher ist es unglücklich, dass von spanischen Politikern Bemerkungen über sportliche Angelegenheiten gemacht worden sind", sagte Picardo der Nachrichtenagentur AFP.

Erst Anfang April hatte die spanische Regierung ihre Haltung gegen einen Aufstieg Gibraltars zum vollwertigen UEFA-Mitglied unterstrichen. "Die Regierung zieht offizielle Fußballspiele zwischen Spanien und Gibraltar nicht in Betracht", hieß es in einer Mitteilung. Bereits im vergangenen Jahr hatte Spaniens Sport- und Kulturminister José Ignacio Wert verkündet, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um Gibraltars Vollmitgliedschaft in der UEFA zu verhindern.

Das an der Südspitze der iberischen Halbinsel gelegene Gibraltar ist seit Oktober 2012 provisorisches Mitglied der UEFA. Über den Antrag des Verbandes GFA auf UEFA-Mitgliedschaft soll am 24. Mai im Rahmen des UEFA-Kongresses in London entschieden werden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte im August festgelegt, dass die UEFA die Mitgliedschaft des britischen Überseegebietes in Betracht ziehen müsse.

Gibraltar war von Dezember 2006 bis Januar 2007 schon einmal provisorisches Mitglied der UEFA, eine Aufnahme scheiterte jedoch schon damals am Widerstand Spaniens.

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