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Geldwäsche: Interpol jagt Kolumbien-Star Rincon

Interpol jagt den ehemaligen kolumbianischen Nationalspieler Freddy Rincon wegen des Geldwäsche-Verdachts sowie Mitgliedschaft in einer transnationalen kriminellen Organisation. SID-IMAGES/AFP/VANDERLEI ALMEIDA

Bogota - Die internationale Polizei-Organisation Interpol jagt den ehemaligen kolumbianischen Fußball-Nationalspieler Freddy Rincon wegen des Verdachts der Geldwäsche sowie Mitgliedschaft in einer transnationalen kriminellen Organisation. In Panama wurde ein Haftbefehl gegen den 46-Jährigen ausgestellt.

Allerdings teilten die kolumbianischen Behörden bereits mit, dass Rincon nicht ausgeliefert werde, da zwischen den beiden Ländern kein entsprechendes Abkommen bestehe. Nach Medienberichten in Kolumbien und Panama soll Rincon, der an den Weltmeisterschaften 1990, 1994 und 1998 teilnahm, enge Beziehungen zum Kartell des Drogenbarons Rayo Montano unterhalten haben.

"Ich weiß nicht, woher diese Gerüchte um Geldwäsche kommen. Mein ganzes Vermögen stammt aus meiner Zeit als aktiver Fußballer", sagte Rincon, gegen den auch in Kolumbien ermittelt wird. Der ehemalige Mittelfeldspieler hat bereits seine Anwälte mit der Verteidigung beauftragt.

Zudem erwägt Rincon beim Traditionsklub America de Cali ein Comeback, um den in die zweite Liga abgestiegenen Ex-Meister wieder in die höchste Spielklasse zu führen. Der umstrittene Klub stand jahrelang auf der schwarzen Liste der amerikanischen Drogenfahndung, weil Mitglieder des milliardenschweren Cali-Kartells in der Geschäftsführung des Vereins tätig waren. Rincon, der in seiner Karriere unter anderem beim SSC Neapel und Real Madrid unter Vertrag stand, wird in Kolumbien seit seinem Treffer zum 1:1 in der Vorrunde bei der WM 1990 gegen Deutschland als Volksheld gefeiert.

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