Bundesliga | 27.03.2013

Freiburger Streich gewinnt DFB-Trainerpreis

Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg ist mit dem "Trainerpreis des Deutschen Fußballs" geehrt worden.

Bonn - Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg ist mit dem "Trainerpreis des Deutschen Fußballs" geehrt worden. Der 47 Jahre Coach wurde am Mittwoch im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 59. Fußballlehrer-Lehrgangs ausgezeichnet.

"Ich nehme den Preis auch stellvertretend für die vielen Mitarbeiter in unserem Verein entgegen, die den Weg des SC Freiburg mitgegangen sind", sagte Streich in Bonn. Zudem wurde der ehemalige Chefausbilder und frühere Frauen-Bundestrainer Gero Bisanz für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Eine Jury des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kürt alljährlich einen Trainer für herausragende Leistungen im Spielbetrieb, in der Nachwuchsförderung oder außergewöhnlichen Einsatz auf gesellschaftspolitischer Ebene. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. In den vergangenen Jahren wurden Thomas Tuchel vom Erstligisten FSV Mainz 05, Bayern Münchens Junioren-Trainer Hermann Gerland und U18-Nationaltrainer Horst Hrubesch mit dem Preis geehrt.

"Christian Streich hat über viele Jahre im Nachwuchsbereich ausgezeichnete Arbeit geleistet, die er als Cheftrainer in der Bundesliga nahtlos fortführt. Nicht umsonst hat der SC Freiburg unter Streichs Regie das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte gespielt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Er ist als Trainer und als Typ eine absolute Bereicherung für den Fußball. Dazu vertritt er Werte wie Geradlinigkeit, Kontinuität und Menschlichkeit, die vorbildlich sind."

Streich hatte Ende 2011 den Cheftrainer-Posten in Freiburg von seinem Vorgänger Marcus Sorg übernommen und die Breisgauer in der Rückrunde der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet. In der laufenden Spielzeit hat Streichs Mannschafts acht Runden vor Saisonschluss noch Chancen auf die Teilnahme an einem Europacup-Wettbewerb. Seit seinem Amtsantritt sorgt Streich in der Öffentlichkeit durch differenzierte und reflektierte Aussagen zum Liga-Geschehen und zum Fußball im Allgemeinen für Aufsehen und bekommt für seine Positionen viel Unterstützung.

Bisanz leitete von 1971 bis 2000 als Chefausbilder des DFB die Trainerausbildung. Zudem leistete der 77-Jährige von 1982 bis 1996 als erster Trainer der Frauen-Nationalmannschaft Pionierarbeit und führte die DFB-Frauen unter anderem zum ersten Gewinn der Europameisterschaft. "Gero Bisanz ist ein absoluter Fußball-Fachmann, der fast 30 Jahre lang die Trainerausbildung in Deutschland maßgeblich geprägt und weitergebracht hat", sagte Niersbach: "Daneben ist die Entwicklung des Frauenfußballs untrennbar mit seinem Namen verbunden. Er hat die deutschen Frauen 1989 zum ersten EM-Titel geführt und damit eine Erfolgsgeschichte eingeleitet, die sich bis heute fortgesetzt hat."

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