WM | 19.11.2013

Frankreich verhindert Blamage und fährt zur WM

Die Riesen-Blamage blieb aus, Franck Ribéry fährt mit Frankreichs Nationalteam nach einem 3:0-Sieg im Rückspiel gegen die Ukraine doch noch zur WM nach Brasilien.

Saint-Denis - Die Riesen-Blamage blieb aus, Franck Ribéry fährt mit Frankreichs Nationalteam doch noch zur WM nach Brasilien. Nach einem nervenaufreibenden Kraftakt gewann die Equipe Tricolore das Play-off-Rückspiel gegen die Ukraine mit 3:0 (2:0) und machte Ribérys erfolgreichstes Jahr seiner Karriere mit dem Triple-Gewinn von Bayern München und der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres komplett. Nach dem 0:2 im Hinspiel hatte der Grande Nation erstmals nach 20 Jahren wieder die Zuschauerrolle bei einem WM-Turnier gedroht.

Mamadou Sakho (22.) und Karim Benzema (34.) erzielten in St. Denis die Treffer für den Weltmeister von 1998 zur Halbzeitführung, bevor der Ukrainer Jewgen Chatscheridi (47.) nach einem groben Foulspiel gegen Ribéry die Gelb-Rote Karte sah. Ein Eigentor des eingewechselten Oleg Gusew (72.) sorgte für die Vorentscheidung.

Die Blamage vor Augen und die harsche Kritik nach dem Hinspiel offenbar noch in den Ohren, begannen die Franzosen wesentlich engagierter und aggressiver als vier Tage zuvor in Kiew. Doch die Ukraine war stets bemüht, die Gastgeber möglichst von ihrem Strafraum fernzuhalten und suchte ihrerseits den Weg in die gegnerische Hälfte. Die Gastgeber strotzten schon in der Anfangsphase vor Selbstbewusstsein und brachten die Defensive der Ukraine mehrfach in größere Verlegenheit.

Zunächst blieb es jedoch bei einer Chance durch Matthieu Valbuena (3.), der am ukrainischen Torhüter Andrej Pijatow scheiterte. Bei der nächsten größeren Möglichkeit staubte Sakho zur Führung ab, nachdem Pijatow einen Schuss von Ribéry hatte abprallen lassem. Ein stark abseitsverdächtiger Treffer von Benzema verhalf den Franzosen, den Rückstand aus dem ersten Duell schon vor dem Halbzeitpfiff auszugleichen.

Mit der verdienten Führung ging das Team aus den Grande Nation in die Pause. Enttäuschend war bis dahin die Vorstellung der Ukrainer, die das Hinspiel sogar noch höher hätten gewinnen können, aber in St. Denis jegliche Torgefährlichkeit vermissen ließen.

Zu allem Überfluss wurde Chatscheridi zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum Duschen geschickt. Trotz Überzahl wirkten die Franzosen gehemmt, denn stets drohte auch die Gefahr eines folgenscheren Gegentreffers, zumal die Gäste ihre Abwehr lockerten und vermehrt Angriffsaktionen starteten.

Doch der Schuss ging nach hinten los, als Valbuena auf Sakho passen wollte, aber Gusew zuvor den Ball ins eigener Tor beförderte. Die Ukrainer wehrten sich und drängten in der hektischen Schlussphase noch auf den erlösenden Anschlusstreffer.

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