Confed-Cup | 24.06.2013

FIFA zieht zufrieden Bilanz

Fußball-Weltverband FIFA hat beim Confed Cup zufrieden seine Halbzeitbilanz gezogen und die teilweise scharfe öffentliche Kritik erneut zurückgewiesen.

Rio de Janeiro - Fußball-Weltverband FIFA hat beim Confed Cup zufrieden seine Halbzeitbilanz gezogen und die teilweise scharfe öffentliche Kritik erneut zurückgewiesen. "Es heißt, wir kämen hier her, zahlten keine Steuern und machten uns nur die Taschen voll. Das ist falsch!", sagte Generalsekretär Jérôme Valcke am Montag in Rio de Janeiro: "Wir sind ein Unternehmen, aber machen keinen Profit. Wir nutzen unser Geld, um den Fußball weltweit zu fördern - und nicht, damit wir alle Mercedes fahren können. Wir bringen viel Geld da hin, wo eine WM stattfindet und sind einer, wenn nicht der transparenteste Sportverband der Welt."

Trotz der Proteste im Umfeld sprach Valcke von einem "großartigen Turnier", dessen Ausrichtung in den vergangenen Tagen "durch nichts in Frage gestellt war". Für die kommenden Tage sind auch in den vier Ausrichterstädten der Finalspiele Demonstrationen angekündigt. Doch Valcke wiederholte: "Das Endspiel des Confed Cups findet am Sonntag hier in Rio im Maracanã statt und die WM 2014 wird in zwölf Stadien Brasiliens stattfinden. Es gibt keinen Plan B, keinen Ersatzkandidaten."

Valcke wie auch Vertreter der brasilianischen Regierung wiesen darauf hin, dass Confed Cup und WM 2014 in Brasilien Tausende neue Jobs schafften und milliardenschwere Investionen anstießen. "Wir tun viele gute Dinge", betonte Valcke mit Blick auf FIFA-Programme wie den Anti-Rassismus-Tag am Dienstag oder das Forum "Football for Hope" in dieser Woche in Belo Horizonte: "Klar, es ist nie genug. Aber ich schäme mich nicht für das, was wir tun." Die FIFA sei "nur ein kleines Rädchen, und es geht hier ja nur um Sport", meinte er.

Valcke lobte die Organisatoren. Manches sei zwar "auf den letzten Drücker" fertig geworden. Aber wie Brasiliens Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari rechtzeitig eine schlagkräftige Mannschaft geformt habe, sei es OK und FIFA gelungen, "wunderbare Arbeit" abzuliefern. Hier und da habe es kleinere Problem gegeben. "Aber es gibt nichts, das ich ganz nach oben auf die To-do-Liste setzen müsste."

Insgesamt sei der Confed Cup "eine Herausforderung" gewesen, "und wir haben sie gemeistert". Dennoch ermahnte Valcke die Organisatoren mit Blick auf die WM erneut: "Wir müssen im Dezember 2013 fertig und bereit sein!"

Kommunikationsdirektor Walter de Gregorio tadelte einige Medien, diese erweckten den Eindruck, "als herrsche hier Bürgerkrieg, doch das ist nicht der Fall". Journalismus sei nicht nur eine Frage der Publikumsgunst, sondern auch eine Frage der sozialen Verantwortung, belehrte de Gregorio die anwesenden Reporter.

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