Confed-Cup | 21.06.2013

FIFA denkt nicht über Abbruch nach

Für den Fußball-Weltverband FIFA stand trotz der massiven Proteste ein Abbruch des Confed Cups in Brasilien nicht zur Debatte.

Rio de Janeiro - Für den Fußball-Weltverband FIFA stand trotz der massiven Proteste ein Abbruch des Confed Cups in Brasilien nicht zur Debatte. "Weder die FIFA noch das Organisationskomitee haben je einen Abbruch des Confederations Cups in Erwägung gezogen", hieß es in der offiziellen Stellungnahme des Weltverbandes, die am Freitagmorgen (Ortszeit) veröffentlicht wurde.

Ein brasilianischer Radiosender hatte zuvor berichtet, dass der Weltverband aufgrund der eskalierenden Proteste über den Abbruch der Generalprobe für die WM 2014 berate und die italienische Delegation den Wunsch geäußert habe, wegen Sicherheitsbedenken abzureisen. "Wir haben keine solche Anfrage von einem der Teilnehmer vorliegen", stellte ein FIFA-Sprecher klar. Die Verantwortlichen stünden im "ständigen Kontakt mit den zuständigen Behörden" und das Sicherheitskonzept genieße weiterhin volles Vertrauen.

Am Nachmittag (Ortszeit) bestätigte Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli, dass es keine Anfrage an die FIFA seitens seines Verbandes gegeben habe. "Ob wir nach Hause fahren wollten wegen der Proteste? Nein, darüber haben wir nicht nachgedacht, obwohl uns die Lage ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet", sagte er.

In Rio de Janeiro, wo die Squadra Azzurra am vergangenen Sonntag auf Mexiko getroffen war, "war die Lage sehr ruhig. In Recife und Salvador da Bahia hat man uns gebten, aus Vorsichtsgründen im Hotel zu bleiben", führte er weiter aus. Auf die Frage, warum dann Stürmer Mario Balotelli abseits des Hotels unterwegs war, antwortete er mit einem Augenzwinkern. "Er hatte eine Sondererlaubnis, weil man ihn mit den Leuten hier (Salvador, d.Red.) verwechseln könnte."

Prandelli meinte, die Demonstrationen in Brasilien könnten "Verbesserungen anstoßen, aber wenn sie in Gewalt umschlagen, wird es besorgniserregend". Die massiven Proteste am Rande des Confed Cups hatten in der Nacht zum Freitag einen neuen Höhepunkt erreicht. Insgesamt 1,25 Millionen Menschen in gut 100 Städten gingen offiziellen Angaben zufolge auf die Straße, auch infolge von massiver Polizeigewalt wurden Hunderte Personen verletzt. Zwei Menschen starben.

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