WM

Ferdinand ruft englische Identitätskrise aus

London - Englands Fußball-Altstar Rio Ferdinand (34) hat vor dem Klassiker gegen Schottland am Mittwoch (21.00) einen drastischen Neuanfang bei den seit Jahren erfolglosen "Three Lions" gefordert - zur Not auch durch eine verpasste WM-Qualifikation.

SID-IMAGES/AFP/ANDREW YATES

London - Englands Fußball-Altstar Rio Ferdinand (34) hat vor dem Klassiker gegen Schottland am Mittwoch (21.00) einen drastischen Neuanfang bei den seit Jahren erfolglosen "Three Lions" gefordert - zur Not auch durch eine verpasste WM-Qualifikation. Auf dem Weg zu einer neuen "Identität" sei ausgerechnet auch Deutschland ein Vorbild.

"Es braucht jemand mit dicken Eiern, der England am Nacken packt und sagt: Das müssen wir machen und es könnte zehn Jahre dauern, damit es funktioniert", sagte der 34-Jährige. Laut des Verteidigers von Manchester United, der im Mai seine internationale Karriere beendete, "würde ich lieber ein oder zwei große Turniere verpassen, wenn ich dann wüsste, dass wir in zehn Jahren eine Identität haben, auf die wir stolz sein können".

Seit der Zeit unter Ex-Coach Glenn Hoddle (1996 bis 1999) habe er keine altersübergreifende Philosophie mehr erkennen können, sagte Ferdinand, der im englischen Trikot drei Weltmeisterschaften spielte, aber nie über das Viertelfinale hinauskam: "Es gibt keine Verbindung zu den Jugend-Nationalmannschaften - und das lässt nichts Gutes erahnen." In Deutschland, Spanien oder Italien könne man hingegen aufgrund des Spielstils auch ohne die Namen zu lesen erkennen, aus welchem Land das jeweilige Team komme, sagte Ferdinand.

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