Italien | 07.02.2013

Fall Boateng: Rassismus-Skandal vor Gericht

Die rassistischen Vorfälle um Kevin-Prince Boateng und weitere Profis des italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand während eines Testspiels haben ein gerichtliches Nachspiel.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Firo/

Mailand - Die rassistischen Vorfälle um Kevin-Prince Boateng und weitere Profis des italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand während eines Testspiels beim Viertligisten Pro Patria haben ein gerichtliches Nachspiel. Am 21. Februar beginnt ein Schnellverfahren gegen sechs Pro Patria-Fans. Das berichtete die Gazzetta dello Sport am Donnerstag.

Den Hooligans wird schwere Beleidigung vorgeworfen. Der Vorwurf der Anstiftung zum rassistischen Hass wurde jedoch fallengelassen. Belastet wurden die Fans von den Aussagen Boatengs sowie Italiens Nationalspieler Stephan El Shaarawy, die am vergangenen Freitag von den Staatsanwälten befragt worden waren. Vor den Ermittlern sollen demnächst auch die Milan-Spieler M'Baye Niang und Sulley Muntari aussagen, ebenso Kapitän Massimo Ambrosini und Trainer Massimiliano Allegri.

Boateng hatte am 3. Januar einen Abbruch des Testspiels provoziert. Fans des Viertligisten hatten ihn und weitere dunkelhäutige Milan-Spieler mit Affen-Lauten beleidigt. Daraufhin unterbrach Boateng in der 26. Minute das Spiel, schoss den Ball in Richtung Zuschauer und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten ihm, das Spiel wurde abgebrochen.

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