Doping

Ermittler können Fußballprofis nicht verhören

Madrid - Bei der Untersuchung von Verwicklungen spanischer Fußballteams in die Doping-Affäre um den Mediziner Eufemiano Fuentes sind den Ermittlern offenbar die Hände gebunden. "Wir können Fußballprofis nicht dazu zwingen, bei uns auszusagen.

SID-IMAGES/AFP/DANI POZO

Madrid - Bei der Untersuchung von Verwicklungen spanischer Fußballteams in die Doping-Affäre um den Mediziner Eufemiano Fuentes sind den Ermittlern offenbar die Hände gebunden. "Wir können Fußballprofis nicht dazu zwingen, bei uns auszusagen. Dazu haben wir keine Kompetenz", sagte Ana Muñoz Merino, Chefin der staatlichen spanischen Anti-Doping-Agentur AEA: "Wir können sie nur dazu einladen. Unsere Türen stehen offen."

Gleichzeitig widersprach Muñoz Merino Berichten, wonach die AEA im Fall des verdächtigen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian eine offizielle Untersuchung eingeleitet hätte. "Wir sammeln Informationen. Aber das ist nicht gleichbedeutend mit einer Untersuchung, sondern eine Vorstufe."

San Sebastians früherer Vereinspräsident Iñaki Badiola hatte zuletzt erklärt, vor seiner Amtszeit im Jahr 2008 habe der Klub bei Fuentes für 327.000 Euro Dopingmittel gekauft und aus der Schwarzgeldkasse bezahlt. Auch der italienische Spitzenklub AC Mailand soll in den Fuentes-Skandal verwickelt sein. Milan wies die Anschuldigungen allerdings vehemment zurück.

Für Superstar Cristian Ronaldo von Real Madrid ist Doping ohnehin kein Thema im Fußball. "Ich glaube nicht, dass es im Fußball Doping gibt", sagte der Portugiese im Interview mit der spanischen Sporttageszeitung AS. Fußball sei ein Mannschaftssport, daher sei es seiner Meinung nach nicht notwendig, auf Doping zurückzugreifen.

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