2. Bundesliga

Energie Cottbus rückt dem Abstieg näher

Cottbus - Energie Cottbus befindet sich weiter im freien Fall Richtung Drittklassigkeit. Die stark abstiegsbedrohten Lausitzer verloren das Keller-Duell der 2.

SID-IMAGES/Firo/

Cottbus - Energie Cottbus befindet sich weiter im freien Fall Richtung Drittklassigkeit. Die stark abstiegsbedrohten Lausitzer verloren das Keller-Duell der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag gegen den FC Ingolstadt mit 1:2 (1:1) und haben nach der sechsten Niederlage in Folge schon sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Gegen Ingolstadt schlugen sich die Cottbuser vor enttäuschten 7406 Zuschauern im Stadion der freundschaft quasi selbst. Beim Gegentor zum 0:1 durch den Brasilianer Caiuby (15.) fälschte Innenverteidiger Julian Börner den eigentlich harmlosen Schuss unhaltbar ab. Nachdem Ivica Banovic der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen war (28.), leitete der eingewechselte Marc-André Kruska mit einem fatalen Fehlpass das 1:2 durch Moritz Hartmann (77.) ein. Cottbus blieb damit auch im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Stephan Schmidt ohne Punktgewinn.

Der glücklose Energie-Coach war nach dem Schlusspfiff aber von Resignation weit entfernt. "Wie meine Mannschaft mit der Unterstützung der Fans gekämpft hat, das war überragend. Aber leider stehen Aufwand und Ertrag bei uns im Moment nicht im normalen Verhältnis", sagte Schmidt bei Sky und sprach angesichts der unglücklichen Gegentreffer von einer "Seuche".

Die Freude bei den Ingolstädtern war dagegen groß. "Das war ein Big Point für uns, wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir mit einem Punkt nicht zufrieden sind", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl.

Energie-Trainer Schmidt hatte im Vorfeld deutliche Zeichen gesetzt. Erst leitete er die Freistellung von Co-Trainer Uwe Speidel wegen unterschiedlicher Auffassungen in die Wege, dann warf er Mittelfeldspieler Amin Affane aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader.

Die Gastgeber waren von Beginn an bemüht, Druck aufzubauen. Die Gäste versteckten sich keineswegs. Nach dem unglücklichen Rückstand wurden die Cottbuser Fans ungeduldiger und pfiffen bei Fehlern im Spielaufbau. Die Verunsicherung machte auch vor Torhüter Robert Almer nicht halt, der ein peinliches Eigentor nach einem Stockfehler nur mit Mühe verhinderte. Die TV-Bilder zeigten, dass der Ball wohl knapp hinter der Linie war.

Eine Standardsituation brachte Energie aber zurück ins Spiel. Nach einem Freistoß von Marco Stiepermann köpfte Banovic mit Wucht zum 1:1 ein. Auch nach dem Seitenwechsel kämpften beide Teams verbissen um jeden Ball. Zuerst traf Energie-Stürmer Boubacar Sanogo mit einem Kopfball nur die Latte (63.), auf der Gegenseite köpfte FCI-Kapitän Marvin Matip ans Aluminium (65.). Die Gäste setzten mit Kontern immer wieder kleine Nadelstiche und wurden dafür mit 2:1 belohnt.

Neben Matip wusste auf Seiten der Ingolstädter auch Torschütze Caiuby zu überzeugen. Cottbus hatte in Stiepermann und Börner seine besten Spieler.

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