2. Bundesliga | 10.12.2013

Dynamo-Präsident will hartes Vorgehen der Polizei

Nach den erneuten Krawallen eigener Anhänger hat Präsident Ritter vom Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden härteres Vorgehen der Polizei gefordert.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/Pixathlon/

Dresden - Nach den erneuten Krawallen eigener Anhänger hat Präsident Andreas Ritter vom Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ein härteres Vorgehen der Polizei gefordert. "Fakt ist, wir als Verein sind völlig überfordert mit dem, was vor dem Stadiontor passiert", sagte Ritter im Interview mit MDR 1 Radio Sachsen: "Ich will, dass die Polizei ganz intensiv gegen die Straftäter vorgeht. Hier muss rigoros vorgegangen werden. Die Leute müssen festgesetzt werden. Das sind Kriminelle."

Dresdner Hooligans hatten rund um das Spiel bei Arminia Bielefeld am Freitag (1:1) nach Angaben der Polizei "eine Spur der Gewalt vom Bahnhof bis zum Stadion" hinterlassen. 17 Polizisten wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer. Mehrere Autos und Einsatzwagen wurden demoliert, ein Kino und ein Supermarkt überfallen. "Nach jetzigem Kenntnisstand sind es unsere Fans gewesen, weil das Gewaltpotenzial aus den Mitfahrern des Fanzugs resultierte. Da gibt es nichts zu beschönigen. Das gilt es aufzuarbeiten", sagte Ritter.

Am Montagabend war ein Treffen zwischen dem Verein und den Fanbetreuern anberaumt, in den folgenden Tagen soll es eine Entscheidung geben, welche Konsequenzen der achtmalige DDR-Meister selbst ziehen will: "Wir müssen jetzt Maßnahmen finden, die in Zukunft solche Dinge ausschließen."

Einen Ausschluss seines Vereins aus der Liga wies Ritter mit deutlichen Worte zurück. "Ich halte das für Blödsinn. Gewalt im deutschen Fußball ist kein Phänomen von Dresden allein", sagte er: "Damit ist das Problem nicht gelöst, wenn wir immer den Verein, bei dem gerade etwas vorfällt, aus der Liga ausschließen. Das ist der völlig falsche Ansatz."

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