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Drogba protestiert gegen U21-EM in Israel

Köln - Nach der Eskalation im Gaza-Konflikt haben zahlreiche Fußball-Profis um den früheren Chelsea-Star Didier Drogba gegen die Austragung der U21-EM 2013 in Israel protestiert.

SID-IMAGES/AFP/ALEXANDER KLEIN

Köln - Nach der Eskalation im Gaza-Konflikt haben zahlreiche Fußball-Profis um den früheren Chelsea-Star Didier Drogba gegen die Austragung der U21-EM 2013 in Israel protestiert. In einem Brief an den europäischen Fußballverband UEFA attackierten die Spieler, zu denen auch die ehemaligen Bundesligaakteure Papiss Cisse (SC Freiburg) und Demba Ba (1899 Hoffenheim) gehören, Israel für die Bombenangriffe im Gaza-Streifen scharf.

"Die jüngsten Bombardements, die zum Tod Hunderter Zivilisten geführt haben, sind ein weiterer Schandfleck auf dem Gewissen der Welt", hieß es in dem im Internet veröffentlichten Schreiben. Es sei nicht zu akzeptieren, dass Kinder beim Fußballspielen getötet würden: "Die Austragung in Israel wird in diesem Zusammenhang als eine Belohnung für Aktionen gesehen, die gegen die Werte des Sportes verstoßen."

Nach tagelangen Angriffen Israels und der radikalislamischen Hamas hatten sich beide Seiten am 21. November auf einen Waffenstillstand verständigt. Am Donnerstagabend beschloss die UN-Vollversammlung, Palästina zum Beobachterstaat innerhalb der Vereinten Nationen aufzuwerten.

Die EM findet vom 5. bis 18. Juni 2013 statt. Spielorte sind Tel Aviv, Jerusalem, Netanya und Petach Tikva. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) trifft in der Gruppe B auf den Titelverteidiger Spanien, den Erzrivalen Niederlande und Russland.

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