DFB

Dresden: Wenn der Postmann 14.000-mal klingelt

Mit einem "Protest per Post" haben 14.000 Fans des Zweitligisten Dynamo Dresden ihren Unmut über die vermeintlichen Kollektivstrafen des Deutschen Fußball-Bundes ausgedrückt. SID-IMAGES/AFP/JOHN MACDOUGALL

Frankfurt/Main - Mit einem "Protest per Post" haben 14.000 Fans des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden ihren Unmut über die vermeintlichen Kollektivstrafen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgedrückt. Zusätzlich zu den 6000 individuell abgeschickten Postkarten der Aktion "Für Dialog, gegen Kollektivstrafen!" übergaben die Initiatoren der Initiative "Rote Karte gegen Pyro und Chaoten" am Donnerstag rund 8000 weitere Karten an den DFB in Frankfurt/Main.

"Das Ziel war es, dass die Dynamo-Fans, die unterschrieben haben, endlich mal eine Stimme bekommen", sagte ein Sprecher der Initiative dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Und, dass dieses Klischee des Menschenfresservereins endlich mal erschüttert wurde. Dynamo ist bunt, laut und kreativ und eben kein solcher Verein."

Das Ständige Schiedsgericht hatte am Dienstag den Pokal-Ausschluss Dresdens für die Saison 2013/14 bestätigt. Die Sachsen, deren Fans zum wiederholten Mal durch Krawalle negativ aufgefallen waren, sind der erste Klub, der zur Höchststrafe verurteilt ist. Zuvor hatte Dresden beim Bundesgericht erfolglos Einspruch gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 10. Dezember eingelegt.

"Der von den drei DFB-Sportgerichtsinstanzen verhängte Ausschluss der Mannschaft aus dem DFB-Pokal 2013/14 wird als ungerecht und nicht problemlösend empfunden", schrieb die Initiative in einer Presseerklärung.

Nach dem Ausschluss von Dresden bekommt der Württembergische Fußball-Verband (WFV) für die kommende Pokalsaison einen zusätzlichen Startplatz. Basis für diese Nachrücker-Regelung ist die Spielordnung des DFB.

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