2.Bundesliga

Dresden lässt Gang zum Schiedsgericht offen

Dynamo Dresden will sich bei der Entscheidung über einen möglichen Gang vor das Ständige Schiedsgericht des DFB Zeit lassen und setzt auf den Austausch mit den Fans. SID-IMAGES/Firo/

Dresden - Zweitligist Dynamo Dresden will sich nach seinem Ausschluss aus dem nächsten Pokal-Wettbewerb bei der Entscheidung über einen möglichen Gang vor das Ständige Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Zeit lassen und setzt auf den Austausch mit den Fans. "Wir sortieren uns jetzt und warten darauf, dass wir das schriftliche Urteil zugeschickt bekommen", sagte Dresdens Geschäftsführer Christian Müller am Freitag.

Das DFB-Bundesgericht hatte am Donnerstag die Entscheidung des Sportgerichtes bestätigt, wonach der achtmalige DDR-Meister nach Ausschreitungen am Rande des Pokalspiels bei Hannover 96 aus dem DFB-Pokal 2013/2014 ausgeschlossen wird. Nach früheren Verhandlungen ist bekannt, dass bis zur Zusendung des schriftlichen Urteils einige Wochen vergehen können.

Am Freitagabend wollte der Klub ein Treffen der Dresdner Ultras im eigenen Stadion mit weiteren Fanklubs dazu nutzen, die Stimmung zur möglichen Fortsetzung des juristischen Kampfes auszuloten. Anschließend soll der Fall in den Gremien des Vereins besprochen werden, ehe eventuell das Schiedsgericht angerufen wird.

"Für uns als Mannschaft ist das traurig. Wir sind ja hier, um Leistungen zu bringen und werden nun daran gehindert. Wir fühlen uns in einer gewissen Weise hilflos", sagte Dresdens Abwehrspieler Sebastian Schuppan über das Urteil. Man müsse jetzt im Sachsenduell am Sonntag bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr) mit den Fans gemeinsam ein gutes Bild abgeben: "Der Verein ist zu kultig und schön, als dass wir so einen negativen Eindruck aufrecht erhalten sollten."

Obwohl Dresden für das Spiel in Aue das Kartenkontingent nicht abgerufen hatte, werden viele Dresdner Fans im Stadion sein. Gastgeber Aue hatte über einen Sponsor der Dynamo-Anhängerschaft Tickets zukommen lassen. "Das ist auch extrem wichtig, dass wir bei diesem wichtigen Spiel von unseren Fans unterstützt werden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Stimmung sein soll, wenn der Gästeblock leer ist", meinte Dresdens Trainer Peter Pacult vor dem Kellerduell.

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