U21 | 21.06.2013

DFB trennt sich von Adrion - Hrubesch übernimmt

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trennt sich von U21-Trainer Rainer Adrion und übergibt die Verantwortung für den Nachwuchs wieder an Horst Hrubesch.
Text: SID Bild: SID-IMAGES/AFP/JACK GUEZ

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trennt sich von U21-Trainer Rainer Adrion und übergibt die Verantwortung für den Nachwuchs wieder an Horst Hrubesch. Das gab der DFB am Freitag nach seiner Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main bekannt. Adrion (59) war mit dem deutschen Nachwuchs bei der EM-Endrunde in Israel in der Gruppenphase gescheitert. Hrubesch (62) hatte die U21 2009 zum EM-Titel geführt, zuletzt war er Trainer der U18 des DFB.

"Das war sicherlich keine leichte Entscheidung", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Es ist das gemeinsame Ergebnis der sportlichen Analyse, das beim Neuaufbau besser auch ein neuer Trainer dabei ist." Bundestrainer Joachim Löw hält Hrubesch für den richtigen Mann am richtigen Ort. "Er ist für uns ja kein Unbekannter, wir haben in der Vergangenheit schon hervorragend zusammengearbeitet. Und er hat ja auch schon ein paar Titel gewonnen...", sagte Löw dem SID am Freitag am Rande des Confed Cups in Brasilien.

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock betonte zudem, es sei nicht darum gegangen, nach dem EM-Aus "ein schnelles Bauernopfer zu suchen, sondern sachlich zu analysieren" und eine Perspektive zu erarbeiten. Adrion habe in diesem Prozess klargemacht, dem unbelasteten Aufbau einer neuen Mannschaft nicht im Wege stehen zu wollen. "Rainer Adrion hat in den vergangenen Jahren für den DFB engagierte Arbeit geleistet und dabei die Durchlässigkeit zur A-Mannschaft immer im Blick gehabt", sagte Sandrock.

Hrubesch freut sich auf die Rückkehr auf seinen alten Posten. "Für mich ist das noch einmal eine hochinteressante Aufgabe, und mich reizt auch Olympia fürchterlich. Deswegen waren wir uns schnell einig", sagte der Europameister von 1980 dem Sport-Informations-Dienst (SID), gab allerdings zu: "Mich hat überrascht, dass es so schnell gegangen ist." Am Donnerstag hatte Sandrock Hrubesch den Stellenwechsel angeboten.

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