2. Bundesliga

DFB setzt Dynamo Dresden unter Druck

Der Deutsche Fußball-Bund hat den Zweitligisten Dynamo Dresden nach den neuerlichen Ausschreitungen beim Auswärtsspiel am Freitag bei Arminia Bielefeld (1:1) unter Druck gesetzt. SID-IMAGES/Firo/

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Zweitligisten Dynamo Dresden nach den neuerlichen Ausschreitungen beim Auswärtsspiel am Freitag bei Arminia Bielefeld (1:1) unter Druck gesetzt und schnelle Konsequenzen gefordert. "Dynamo Dresden ist jetzt am Zug. Wir erwarten jetzt erst einmal eine sofortige Reaktion und eindeutige Positionierung des Vereins, auch was die Pyro-Vorfälle im Stadion betrifft", sagte der für das Recht zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch bei Sport Bild Plus.

Es reiche nicht aus, dass die Klub-Verantwortlichen sich entschuldigen und von den Vorfällen distanzieren würden, meinte Koch: "Täterorientiertes Vorgehen bedeutet, dass der Klub und seine Fans insgesamt in der Verantwortung stehen und an der Identifizierung der Täter mitzuwirken haben."

Auch Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), meinte: "Das Verhalten der so genannten Fans von Dynamo Dresden ist mittlerweile untragbar geworden. Es kann nicht mehr reichen, sich nur davon zu distanzieren."

Dresdner Hooligans hatten nach Angaben der Polizei in Bielefeld "eine Spur der Gewalt vom Bahnhof bis zum Stadion" hinterlassen. 17 Polizisten wurden verletzt, zwei davon schwer, drei Chaoten kamen vorübergehend in Gewahrsam. Mehrere Autos und Einsatzwagen wurden demoliert, ein Kino und ein Supermarkt überfallen. Zudem erlitt ein Polizeipferd eine Schnittwunde. Während des Spiels war es im Gästefanblock zu einem Pyrotechnik-Vorfall gekommen.

Dynamo Geschäftsführer Christian Müller kündigte an, die Vorkommnisse in Bielfeld aufzuarbeiten und Konsequenzen zu ziehen. "Wie der DFB jetzt reagiert, hängt davon ab, wie wir mit der Sache umgehen. Wir erwarten von der aktiven Fanszene Antworten auf ein paar Fragen, dann werden wir Konsequenzen ziehen", sagte Müller dem SID.

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