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DFB gibt Option auf EM-Endspiel 2020 in München

Der DFB hält die Option auf die Ausrichtung des EM-Finales 2020 in München aufrecht, auch wenn Istanbul bei der Olympia-Vergabe für dasselbe Jahr leer ausgegangen ist. SID-IMAGES/Firo/

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält die Option auf die Ausrichtung des EM-Finales 2020 in München aufrecht, auch wenn Istanbul bei der Olympia-Vergabe für dasselbe Jahr am Samstagabend leer ausgegangen ist. Die Türkei galt bislang als großer Favorit auf die EURO-Gastgeberrolle in sieben Jahren.

"Es bleibt bei dem Beschluss des DFB-Präsidiums, dass wir uns fristgerecht zum 12. September mit München als Ausrichterstadt für zwei alternative Veranstaltungspakete bewerben. Eine Option umfasst drei Gruppenspiele und eine Begegnung des Viertelfinales, das zweite Paket beinhaltet die beiden Halbfinals und das Endspiel", teilte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker dem SID am Sonntag mit.

Auch der DFB-Generalsekretär meldete sich zu Wort. "Die Tatsache, dass Istanbul nicht die Olympischen Spiele 2020 bekommen hat, heißt im Umkehrschluss nicht automatisch, dass sie das Finalpaket für die EM 2020 bekommen. Wir haben deshalb immer gesagt, dass wir uns alle Optionen offenhalten", sagte Helmut Sandrock der Tageszeitung Die Welt (Montag-Ausgabe).

Er glaube, dass "Istanbul schon sehr auf die Karte 'Olympia' gesetzt hat", betonte Sandrock. Nun müsse abgewartet werden, ob die Türken wirklich das EM-Endspiel wollten: "Die Enttäuschung dort wird sicher groß sein. Bislang liegt nach meinem Kenntnisstand noch keine Bewerbung der Türkei bei der UEFA vor."

Zwar hatte der DFB zuletzt immer wieder betont, auf eine Kampfkandidatur gegen die Türkei bei der EM 2020 zu verzichten. Da aber die Entscheidung über die EM-Gastgeberrolle erst im September 2014 fällt, wird sich der DFB weiterhin sowohl mit dem Paket für drei Vorrundenpartien und ein Viertelfinale als auch im zweiten Szenario um beide Halbfinals und das Endspiel bewerben.

Aufgrund der jüngsten politisch motivierten Unruhen in der Türkei gibt es offenbar auch bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Zweifel, ob die Türkei der richtige Gastgeber für die EM 2020 ist. Bei der Vergabe der EURO 2016 war die Türkei knapp gegen Frankreich gescheitert. Am Samstag hatte Istanbul bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 im Duell gegen Tokio den Kürzeren gezogen; Madrid war bereits zuvor gescheitert.

Im Frühjahr 2014 wird dem Münchner Stadtrat die internationale Bewerbung vorgelegt. Im September 2014 schließlich wird die UEFA die 13 Ausrichterverbände und Ausrichterstädte bekannt geben.

Erstmals gibt es 2020 bei kontinentalen Titelkämpfen im Fußball Schauplätze in 13 Städten aus 13 Ländern. Zunächst war nach dem Plan von Platini vorgesehen, dass sich nur Hauptstädte für die Austragung von EM-Spielen bewerben dürfen. Schließlich wurden aber auch Großstädte akzeptiert, deren Stadien, Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten dem gehobenen Standard entsprechen.

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